Direkt zum Inhaltsbereich

www.research-on-stage.de

Der Blick der Forscher in die Proteinsuppe

Auf einer Internetseite erzählen Arzneimittelforscher von ihrer Motivation.

Veröffentlicht:

BERLIN. Ebola war lange eine tropische Krankheit, die nicht einmal auf der Liste der vernachlässigten Krankheiten stand. Als der Virus Mitte September in Westafrika massiv ausbrach, die Weltgesundheitsorganisation sogar vor einer Pandemie warnte, stand die Welt weitgehend blank da. Auch Deutschland hätte Probleme bekommen, wenn der Virus eingeschleppt worden wäre und nur ein paar Dutzend Menschen sich infiziert hätten.

"Forschung lohnt sich. Irgendwann kommt der Tag, an dem jede Erkenntnis zählt", kommentiert Dr. Nkacheh Atenchong diese Situation. Der Wissenschaftler aus Kamerun arbeitet beim Impfstoffhersteller Merck Sharp & Dohme (MSD) in Burgwedel. Dort soll ab 2018 der Impfstoff gegen Ebola hergestellt werden. Die Zulassung der EMA wird für 2019 erwartet, gilt aber laut dem deutschen Paul-Ehrlich-Institut als sicher.

Atenchong ist einer von acht Wissenschaftlern, die auf der Internetseite www.research-on-stage.de von ihrem inneren Antrieb erzählen, neue Erkenntnisse über Krankheiten zu gewinnen und Therapien gegen Krebs, HIV/Aids, Multiple, Sklerose, Adipositas oder Alzheimer zu entwickeln.

Acht Geschichten zum Start

Hinter dem Projekt steht der Verband der forschenden Pharmaunternehmen (vfa). Vorgestellt wurde es Anfang März in einem Berliner Kino. Start war mit acht Geschichten von acht Forschern. In den kommenden Wochen sollen weitere Wissenschaftler Gelegenheit erhalten, über ihre Motivation zu sprechen.

Die Ziele sind ambitioniert. "Bis 2030 wollen wir Forscher, dass das HI-Virus Geschichte ist", erzählt Professor Jan van Lunzen von ViiV. So weit sei es noch nicht, berichtete er Immerhin lasse sich die Krankheit mit einer Tablette am Tag weitgehend unterdrücken.

Grundlagenforschung erfordert Geduld. Wie man sich das vorzustellen hat, dafür fand die TBC-Forscherin Dr. Gitte Neubauer von Cellzome/GSK eine griffige Formel: "Ich werfe meinen Haken in die Proteinsuppe, – solange bis ich den richtigen Fisch gefangen habe." (af)

Mehr zum Thema

Metaanalyse

Atemwegsviren auch bei nichtakutem Asthma häufig nachweisbar

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Pharmakokinetik von Rezafungin bei einer Dosierung von 400mg, gefolgt von 200mg einmal wöchentlich

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [10]

Invasive Candida-Infektionen

Modernes Echinocandin – optimierte Eigenschaften und klinische Vorteile

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mundipharma Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview

Schmerzen bei Demenz-Patienten: Welche Fallstricke lauern in der Diagnostik?

Start-up

Kryokonservierung: Der Traum vom ewigen Leben

Lesetipps
Nahaufnahme einer Zecke

© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Nahrungsmittelallergien

Seltsame Anaphylaxien: Ein Fall für Detektive