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Die Prognose von Krebspatienten in Europa ist besser geworden

LONDON (dpa). Die Überlebenschancen von Krebspatienten sind seit Anfang der 90er Jahre in Europa deutlich gestiegen. Im Vergleich zu den USA schneidet Europa dennoch relativ schlecht ab: Dort überleben zwei Drittel aller Männer eine Krebserkrankung fünf Jahre, in Europa nur 47 Prozent.

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Den größten Unterschied zwischen Europa und den USA gibt es beim Prostata-Krebs. Die Fünf-Jahres- Überlebensrate in den USA beträgt 99 Prozent, in Europa liegt sie dagegen derzeit nur bei 78 Prozent (Lancet Oncology online).

Auch bei krebskranken Frauen sind die Unterschiede deutlich, wenn auch geringer: Hier betragen die Raten 56 Prozent (Europa) und 63 Prozent (USA). Für die Studie hatten Epidemiologen aus Rom Daten aus 47 Krebsregistern in 18 europäischen Ländern ausgewertet und mit einem US-Register verglichen. Die Unterschiede zwischen Europa und den USA führten deutsche Forscher früher schon auf eine bessere Beteiligung an Früherkennungsmaßnahmen zurück.

Ein innereuropäischer Vergleich anhand der Daten von 2,7 Millionen Krebskranken von Anfang und Ende der 90er Jahre ergab: Bei acht bedeutenden Krebsarten sind die Überlebensraten besser geworden. So überlebten 54 Prozent der Darmkrebs-Patienten aus der zweiten Hälfte der 90er Jahre (1995 bis 1999) mindestens fünf Jahre. Ein halbes Jahrzehnt zuvor waren es nur 49 Prozent. Auch bei Frauen mit Brustkrebs besserte sich die Überlebensrate (80 versus 75 Prozent). Besonders deutlich stieg sie beim Prostata-Ca: von 61 Prozent auf 74 Prozent. Für die Jahre 2000 bis 2002 wurde sogar eine Überlebensrate von 77,5 Prozent bestimmt.

Das Positive für Krebskranke in Deutschland: Die Fünf-Jahres-Überlebensraten von 50 Prozent bei Männern und 59 Prozent bei Frauen liegen über dem europäischen Mittel. Das gilt für die meisten wichtigen Tumoren, wie Kolorektal- (57,5 zu 53,5 Prozent), Lungen- (13 zu 10 Prozent) und Prostata-Ca (79 zu 74 Prozent).

Mehr Infos zu Krebs: www.dkfz.de

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