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Die zweite Chance nach Herzinfarkt bleibt oft ungenutzt

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BARCELONA (kat). Obwohl der größte Teil der Patienten einen Herzinfarkt als Warnung begreift, jetzt ein gesünderes Leben zu führen, klappt es mit der Umsetzung meist nicht - zumindest nicht längerfristig. Das soll mit einer von Daiichi Sankyo und Lilly unterstützten Initiative anders werden.

In der Initiative der World Heart Federation waren zunächst mehr als 3000 Überlebende eines Herzereignisses befragt worden. Neun von zehn der aus Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Mexiko und Großbritannien stammenden Patienten gaben an, das Ereignis als Warnschuss zu begreifen. Die Hälfte fühlte, dass sie eine zweite Chance hatten. Dennoch hatten die meisten das Gefühl, wenig zur Vermeidung eines zweiten Ereignisses beitragen zu können.

Hinzu kommt eine überraschend hohe Non-Compliance. Wie das PREMIER-Register mit Patienten mit akutem Koronarsyndrom ergab, setzen die Patienten die empfohlenen Medikamente ab, und das bereits kurze Zeit nach der Entlassung. 14 Prozent nahmen schon innerhalb von 30 Tagen keine Plättchenhemmer mehr, fast jeder Dritte hatte innerhalb von drei Monaten mindestens ein Herzmedikament abgesetzt. Die Patienten scheinen zu glauben, dass mit dem Stent ihr Problem gelöst ist, so Dr. Rogelio Braceras von Daiichi Sankyo in den USA.

Die Initiative "Your Heart: New Start" soll mit Infomaterialien aus dieser Sackgasse herausführen helfen. Die Informationen sollten in zwei Portionen vermittelt werden, die sich an den "sensiblen Phasen" in der Krankheitsverarbeitung orientieren. Vor der Entlassung sollten zunächst nur die Kernbotschaften - Erklärung der Erkrankung, Bedeutung der Medikation - vermittelt werden. Lebensstilmodifikationen, Umgang mit Stress und Wichtigkeit der Langzeitcompliance seien Themen für den Erstkontakt mit dem weiterbehandelnden Arzt.

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