Direkt zum Inhaltsbereich

Deutschland

Elimination von Masern in weiter Ferne

Wegen großer Impflücken ist Deutschland weit davon entfernt, Masern auszurotten. Das hat das RKI an die WHO gemeldet. Doch das Institut sieht auch positive Entwicklung in Deutschland.

Veröffentlicht:

BERLIN. Deutschland kommt beim Kampf gegen Masern nicht voran. Das Land sei 2015 so weit von der Elimination entfernt gewesen wie lange nicht, betont die Nationale Verifizierungskommission Masern/Röteln am Robert Koch-Institut (RKI) in einem Report an die WHO.

2015 war danach von großen Masernausbrüchen geprägt, den größten gab es in Berlin. Gemeldet wurden bundesweit 2464 Masern-Fälle, 2014 waren es 442. Die Fallzahl schwankt von Jahr zu Jahr stark. Und die Experten gehen davon aus, dass nicht alle Fälle erfasst werden.

Grenze deutlich überschritten

Für die mit der WHO vereinbarte Elimination der Masern hätte es weniger als einen Fall pro eine Million Einwohner geben dürfen, also höchstens rund 80 Fälle. Im vergangenen Jahr wurden aber 30 Mal so viele registriert.

Wegen großer Impflücken vor allem bei Jugendlichen und Erwachsenen kommt die Elimination nicht voran. Aber auch bei Kleinkindern gibt es Defizite: Nach Daten der KV-Impfsurveillance waren 2014 nur 71 Prozent der Zweijährigen komplett gegen Masern geimpft.

Den Erkrankungsgipfel bei den vulnerablen Säuglingen und Kleinkindern findet die Kommission besonders bedenklich. Ebenso wird kritisiert, dass es keine repräsentativen Daten über Impfraten bei Beschäftigten im Gesundheitswesen und hier vor allem bei niedergelassenen Ärzte gibt.

Begrüßt wird die am Landesamt für Gesundheit in Bayern kürzlich eingerichtete Geschäftsstelle Nationaler Impfplan sowie der im vergangenen Jahr verabschiedete Aktionsplan zur Elimination. Nötig sei ein abgestimmtes und länderübergreifendes Vorgehen. (eis/dpa)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

© Springer Medizin Verlag GmbH

Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Dr. Gunther Gosch ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin aus Magdeburg und beschäftigt sich seit vielen Jahren schwerpunktmäßig mit der Notwendigkeit von Impfungen, insbesondere bei Säuglingen und Kindern.

© Portraitfoto Dr. Gosch: © Kai Spaete, Viren: © [M] Dr_Microbe / Getty Images / iStock; Bakterien: © [M] Kateryna_Kon / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Auffrischimpfung: Polio und Pertussis vergessen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Seltene Erkrankungen

Primäre Immundefekte: Warnzeichen und Tipps fürs Labor

Lesetipps
Auswahl an gesunden pflanzlichen Lebensmitteln: Superfoods, verschiedene Obstsorten und Beeren, Nüsse und Samen.

© alicja neumiler / stock.adobe.com

Gepoolte Studien-Analyse

Vegetarische Ernährung und Krebsrisiko: Nicht immer ist pflanzlich besser!

Eine Hand hält ein

© Sergey Nivens / stock.adobe.com

Jetzt abonnieren

Unsere Newsletter in der Übersicht