Entscheidend ist, was beim Hypertoniker nachts passiert

RIO DE JANEIRO (Rö). Wer die Therapie bei schlecht eingestellten Hypertonikern mit 24-Stunden-Messungen überprüft, handelt leitliniengerecht. Wie wichtig es dabei ist, gerade auf die nächtlichen Werte zu achten, bestätigt jetzt eine prospektive Studie: Vor allem die Nachtwerte sind für die Prognose wichtig.

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Den Blutdruck gelegentlich tags zu messen reicht oft nicht. Bei schlechter Einstellung ist ein 24-Stunden-Profil wichtig.

Den Blutdruck gelegentlich tags zu messen reicht oft nicht. Bei schlechter Einstellung ist ein 24-Stunden-Profil wichtig.

© Foto: Lisa F. Youngwww.fotolia.de

An der Studie haben 556 Hypertoniker teilgenommen, die trotz Therapie bei Messungen in der Praxis immer wieder einmal zu hohe Werte hatten.

Wie hoch war der Blutdruck dieser Patienten wirklich und wie korrelierte das mit ihrer Prognose? Dr. Gil F. Salles und Kollegen von der Uniklinik in Rio de Janeiro suchten die Antwort außer in der Praxis mit 24-Stunden-Messungen (Arch Intern Med 168, 2008, 2340).

Bei der Auswertung wurden, wie üblich, außer den Gesamtmittelwerten die Tages- und Nachtmittelwerte bestimmt. Zudem wurde ermittelt, wie häufig Herz-Kreislauf-Probleme auftraten. Nach nahezu fünf Jahren waren 20 Prozent der Studienteilnehmer davon betroffen. Daran gestorben waren immerhin acht Prozent.

Dabei waren die Praxiswerte mit keinem dieser Ereignisse korreliert, erhöhte 24-Stunden-Werte schon. Systolische wie diastolische Werte waren gleichwertige unabhängige Prädiktoren für den Endpunkt. Der Nachtwert korrelierte dabei noch stärker als der Mittelwert oder der Tageswert. Hieran sollten sich therapeutische Entscheidungen orientieren, empfehlen die brasilianischen Kollegen.

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