Direkt zum Inhaltsbereich

Faktor-Xa-Hemmer auch bei Koronarsyndrom

WIEN (wst). Der selektive Faktor-Xa-Hemmer Fondaparinux ist jetzt auch zur Therapie von Patienten mit Formen des akuten Koronar-syndroms zugelassen.  Bei tiefen Venenthrombosen und Lungen- embolien sowie zur Prävention dieser Ereignisse hat sich der Wirkstoff schon seit Jahren in der Routine bewährt.

Veröffentlicht:

Die neuen Indikationen für Fondaparinux-Natrium (Arixtra®) umfassen zum einen die Therapie von Patienten mit instabiler Angina pectoris oder Myokardinfarkt ohne ST-Strecken-Hebung (NSTEMI), sofern kein dringlicher Eingriff in den nächsten 120 Minuten absehbar ist. Zum anderen ist die Behandlung mit dem Faktor-Xa-Hemmer nun auch für Patienten mit ST-Strecken-Hebungs-Infarkt (STEMI) angezeigt, die mit Thrombolytika behandelt werden oder die initial keine sonstige Form der Reperfusionstherapie erhalten.

Die Zulassungserweiterung beruht auf zwei Megastudien, über die Professor Jean-Pierre Bassand aus Besançon in Frankreich bei einer Veranstaltung von GlaxoSmithKline zum Kardiologie-Kongress in Wien berichtet hat. In einer der Studien waren über 20 000 Patienten mit instabiler Angina pectoris oder NSTEMI zusätzlich zu frei wählbaren Standardtherapien bis zu acht Tage lang mit Fondaparinux (1 x 2,5 mg pro Tag) oder mit dem niedermolekularen Heparin Enoxaparin (2 x1 mg/ kgKG/ Tag) behandelt worden. Bei gleich guter antiischämischer Wirksamkeit war mit Fondaparinux die Rate schwerer Blutungen bis zum neunten Tag mit 2,2 versus 4,1 Prozent nahezu halbiert. Auch die Zahl der Todesfälle war mit Fondaparinux nach 30 Tagen (295 versus 352) und nach 180 Tagen (574 versus 638) signifikant niedriger.

Die zweite Studie erfolgte mit 12 000 Patienten mit STEMI. Mit Fondaparinux gab es im Vergleich zu unfraktioniertem Heparin oder Placebo bei gleicher Rate an Blutungskomplikationen weniger Reinfarkte und auch weniger Todesfälle.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Seltene Erkrankungen haben ihren Namen nicht umsonst. Zählt man sie jedoch alle zusammen, so sind es etwa 8.000 Erkrankungen mit rund 4 Millionen Betroffenen in Deutschland.

© Orawan / stock.adobe.com

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen

Eine Frau sitzt im bett und hustet.

© Sonja Monstein / stock.adobe.com

Fehlerhaftes Immunsystem

So unterscheiden sich primäre und sekundäre Immundefekte