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Gegen trockene Augen hilft Omega-3-Fettsäure

BOSTON (wsa). US-amerikanische Mediziner haben im Tierversuch Augentropfen erfolgreich gegen trockene Augen getestet, die mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. Die essenzielle Omega-3-Fettsäure alfa-Linolensäure bewirkte einen deutlichen Rückgang der Schäden in der Hornhaut.

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"Die äußerliche Anwendung der Fettsäuren verringert die Nebenwirkungen, die manche Patienten bei der Einnahme von Fettsäurepräparaten spüren", sagt Dr. Reza Dana vom Schepens Eye Research Institute in Boston. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wirken entzündungshemmend. Die Aufnahme erhöhter Mengen solcher Substanzen mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel lindert die Beschwerden bei trockenem Auge. Als Nebenwirkungen können aber Magen-Darm-Störungen auftreten.

Test mit Augentropfen bei Mäusen über eine Woche

Dana und seine Kollegen testeten fettsäurehaltige Augentropfen an Mäusen mit trockenem Auge (Arch Ophthalmology 126 / 2, 2008, 219). Die Tiere erhielten drei bis acht Tage lang täglich einmal Augentropfen mit 0,2 Prozent alfa-Linolensäure oder 0,2 Prozent Linolsäure - einer Omega-6-Fettsäure - oder jeweils 0,1 Prozent beider Fettsäuren. 24 Stunden nach der letzten Dosis untersuchten die Forscher die Hornhaut mikroskopisch und molekularbiologisch auf Anzeichen von Entzündungen. Dazu zählte auch die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe wie der Tumornekrosefaktor (TNF) und mehrere Interleukine. Im Vergleich zu unbehandelten Tieren hatten die Augentropfen mit der Omega-3-Fettsäure alfa-Linolensäure den besten entzündungshemmenden Effekt.

Fettsäurehaltige Augentropfen lassen sich besser dosieren

Beschwerden wegen trockener Augen, bei denen kein ausreichend stabiler Tränenfilm vorhanden ist, zählen zu den häufigsten Gründen, weshalb Menschen einen Augenarzt aufsuchen. Mehr als zehn Millionen Deutsche sind davon betroffen. Augentropfen als künstlicher Tränenersatz mildern die Symptome wie Brennen, Jucken und Fremdkörpergefühl. Mit fettsäurehaltigen Augentropfen, so die Wissenschaftler, ließe sich eine Behandlung besser dosieren als mit Präparaten in Tablettenform. Durch zusätzliche Studien müssten aber zunächst die Zusammensetzung der Tropfen und die Dosierung der Wirkstoffe optimiert werden.

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