Medica

Gestörte Hämostase bei Leberkranken

Veröffentlicht:

Chronische Lebererkrankungen enden ohne entsprechende Therapie in einer Leberzirrhose. Bei Dekompensation ist das Blutungs- sowie auch das Thromboserisiko erhöht, erinnert Privatdozent Dr. Abdurrahman Sagir aus Düsseldorf vorab zur Medica.

Neben den Gerinnungsstörungen träten auch Defekte der Thrombozytenfunktion, eine Verminderung der Thrombozytenkonzentration und eine Störung der Fibrinolyse auf.

Häufig sind Blutungen, seltener Thrombosen zu beobachten. Die Verbrauchskoagulopathie manifestiert sich sowohl in Blutungen als auch in Thrombosen. Das Auftreten kann auf eine Dysbalance zwischen den Pro- und den Antikoagulanzien zurückgeführt werden.

Bislang sei ungeklärt, warum einige Leberzirrhotiker eine schwere Blutungsneigung, andere dagegen Thrombosen entwickeln, so Sagir. Bei Blutungen empfehle sich die Gabe von FFP (fresh frozen plasma), das alle Gerinnungsfaktoren und Inhibitoren enthält.

Im Rahmen der Verbrauchskoagulopathie werde die zusätzliche Gabe von Antithrombin-Konzentrat empfohlen, falls die Gabe von FFP nicht ausreicht oder Hypervolämie-Probleme entstehen.

PD Dr. Abdurrahman Sagir aus Düsseldorf hält seinen Vortrag am Mittwoch, 14.11., bei der Veranstaltung "Akute Hämostasestörungen bei chronischen Lebererkrankungen", CCD Pavillon, Raum 111, 1. OG, 10 bis 13 Uhr.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Hepatisches Risiko erhöht

Schlank und MASLD – das macht der Leber schwer zu schaffen

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
Abb. 1: Finale Analyse der SPOTLIGHT-Studie zum fortgeschrittenen, Claudin-18.2-positiven und HER2-negativen Adenokarzinom des Magens/AEG: Gesamtüberleben (PPS-Population)

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [8]

Adenokarzinom des Magens/gastroösophagealen Übergangs

Zolbetuximab: Standardtherapie bei CLDN18.2+/HER2− Magenkarzinomen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Astellas Pharma GmbH, München
Multimodaler Ansatz zur Regeneration der Darmbarriere

© Steffen Kögler / stock.adobe.com

Reizdarmsyndrom und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Multimodaler Ansatz zur Regeneration der Darmbarriere

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Iserlohn
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert

Geldanlage

Was einen guten Vermögensverwalter ausmacht

Leopoldina

Adipositas-Epidemie: Diese Strategien braucht es jetzt

Lesetipps
Knochen schematisch dargestellt

© crevis - stock.adobe.com

Komplikationen

Bei Diabetes mellitus auch die Knochen in den Blick nehmen

Plaque im Gefäß

© Dr_Kateryna / Fotolia

Metaanalyse

Keine Evidenz für die meisten Statin-Nebenwirkungen