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Gesund essen für gute Schulleistung

ALBERTA (ars). Die Schulleistungen von Kindern hängen einer kanadischen Studie zufolge auch von der Qualität ihrer Ernährung ab. Wer Schüler fördern will, sorgt demnach für eine Kost, die viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte enthält und zugleich abwechslungsreich ist.

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Forscher aus Kanada hatten knapp 4600 Kinder der 5. Klasse über die Qualität ihrer Ernährung befragt und sie daraufhin in Terzilen eingeteilt. Als Kontrollgruppe diente jenes Drittel, das sich am schlechtesten ernährte. Im Vergleich dazu war die Wahrscheinlichkeit, bei einer Prüfung durchzufallen, für Altersgenossen mit mittlerer und guter Kost um 26 Prozent und 41 Prozent geringer.

Besonders günstig wirkte sich ein hoher Anteil an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Ballaststoffen, Eiweiß, Eisen, Kalzium und Vitamin C auf das Testergebnis aus. Außerdem war es vorteilhaft, wenn die Schüler möglichst viele verschiedene Lebensmittel wählten. Als weniger bedeutsam erwies sich die Menge gesättigter Fetten und Salz und ob die Balance von Fett, Protein und Kohlenhydraten stimmte (Journal of School Health 78, 2008, 213).

Wesentlich waren auch Bildungsstand und Einkommen der Eltern sowie das Geschlecht: Doppelt so viele Jungen wie Mädchen fielen durch die Prüfung. Doch selbst wenn diese Faktoren herausgerechnet wurden, blieb der Einfluss der Ernährung bestehen: Das Risiko durchzufallen war dann für Kinder mit mittlerer und guter Ernährung immer noch um 18 Prozent und 30 Prozent geringer.

Die Qualität des Essens bestimmte die Arbeitsgruppe um Dr. Paul Veugeler aus Alberta mit einem internationalen Index (DQI-I). Er enthält mehrere Subskalen, etwa zu gesunden Lebensmitteln, weniger wertvollen Bestandteilen, Abwechslungsreichtum und Ausgewogenheit. Die Schulleistungen wurden nach einem standardisierten Lese- und Schreibfähigkeitstest beurteilt.

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