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Grippewelle wird wahrscheinlich vier bis sechs Wochen dauern

NEU-ISENBURG (eis). Die heftige Grippewelle in Deutschland wird noch vier bis sechs Wochen andauern, sagt Professor Adolf Windorfer aus Hannover. Er appelliert an Ärzte, die Berichte über Viruszirkulationen ernstzunehmen und bei Verdacht auf Influenza antiviral zu behandeln.

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Die Aktivitäten des Grippevirus hätten inzwischen das Niveau des schweren Grippewinters 2002/03 erreicht, sagte der Leiter des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts zur "Ärzte Zeitung". Nach Schätzungen waren damals etwa 16 000 Menschen in Deutschland an den Folgen der Infektion gestorben.

Der optimale Zeitpunkt für die Impfung ist zwar inzwischen verstrichen, doch hält Windorfer eine Impfung bei Risikopersonen auch jetzt noch für sinnvoll. Bereits nach vier Tagen sei ein gewisser Schutz vorhanden, der sich dann binnen 14 Tagen voll aufbaue. Leiden Patienten bereits an Atemwegsinfekten, sind regionale Frühwarnsysteme wichtig für die Diagnostik.

Bei hoher Virusaktivität in der Region sprechen typische Symptome mit etwa 80prozentiger Wahrscheinlichkeit für Influenza. Dazu gehören schlagartiges Fieber und/oder schweres Krankheitsgefühl plus zwei oder mehr der Symptome Kopfweh, Gliederschmerzen, Husten, Abgeschlagenheit.

"Bei Verdacht sollte man mit Neuraminidasehemmern behandeln", sagte Windorfer, "und zwar nicht nur bei chronisch Kranken". Die Behandlung muß binnen 48 Stunden nach Beginn der Symptome einsetzen. Besonders Kinder sind durch Grippe-Komplikationen bedroht: So ist die Rate der Influenza-bedingten Klinikeinweisungen bei Kindern bis fünf Jahre mit 40 pro 100 000 doppelt so hoch wie bei den über 60jährigen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Neue Wege bei Atemwegsinfekten

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