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Herzinsuffizienz: Betablocker muss sein!

WASHINGTON (ob). Bei Patienten mit Herzinsuffizienz, die wegen einer akuten Dekompensation in die Klinik kommen, sollte eine bestehende Betablocker-Therapie nicht abgesetzt werden. Haben die Patienten zuvor noch keinen Betablocker erhalten, sollte eine entsprechende Therapie möglichst rasch eingeleitet werden. Denn: Beides erhöht deutlich die Überlebenschancen der Patienten.

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Das belegen neue und im klinischen Praxisalltag prospektiv erhobene Daten eines großen US-Herzinsuffizienz-Registers (OPTIMIZE-HF). Danach war die Sterberate bei Patienten, bei denen eine Betablocker-Therapie unverändert fortgesetzt wurde, signifikant um 40 Prozent niedriger als bei Patienten ohne Betablocker.

Wurden Patienten ohne vorherige Therapie in der Klinik nach Stabilisierung auf einen Betablocker eingestellt, verringerte dies die Sterberate um fast 60 Prozent. Absetzen des Betablockers war mit einer Zunahme der Sterberate auf mehr als das Doppelte im Vergleich zur Fortsetzung der Therapie assoziiert.

Absetzen des Betablockers verdoppelte die Sterberate.

Die Beibehaltung respektive Einleitung einer Betablocker-Therapie ist für Studienleiter Dr. Gregg Fonarow die "wahrscheinlich wichtigste Einzelmaßnahme, die ein Kliniker treffen kann", um den frühen klinischen Verlauf bei hospitalisierten Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz günstig zu beeinflussen. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe des "Journal of the American College of Cardiology" veröffentlicht worden.

Ausgewertet wurden Daten von 2373 Patienten mit Herzinsuffizienz auf Basis einer linksventrikulären Dysfunktion (Auswurffraktion unter 40 Prozent), die wegen akuter Dekompensation stationär behandelt werden mussten. Alle erfüllten zum Zeitpunkt ihrer Entlassung die Indikationskriterien für eine Betablocker-Therapie. Davon hatten 1350 (57 Prozent) schon vor der Einlieferung eine solche Therapie erhalten, die dann beibehalten wurde. Bei 632 zuvor nicht mit Betablockern behandelten Patienten (27 Prozent) wurde eine entsprechende Therapie erstmals eingeleitet.

Bei 79 Patienten (3 Prozent) war der Betablocker abgesetzt worden; bei weiteren 303 (12 Prozent) waren die Indikationskriterien zwar gegeben, sie erhielten aber zu keinem Zeitpunkt einen Betablocker. Analysiert wurden die Ereignisraten im Zeitraum 60 bis 90 Tage nach Entlassung aus der Klinik.

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