Allergien

Heuschnupfen-Spray wirkt in Nase und Augen

MÜNCHEN (feb). Mit dem intranasal applizierbaren Glukokortikoid Mometasonfuroat lassen sich bei Patienten mit Heuschnupfen nicht nur die nasalen, sondern auch die okulären Symptome verringern. Seit kurzem steht das Phenylethanol-freie Nasonex® geruchsfrei zur Verfügung. Es löst das bisher im deutschen Handel befindliche Nasonex® Nasenspray ab.

Veröffentlicht: 22.06.2007, 08:00 Uhr

Heuschnupfen-Patienten sind nicht nur durch Niesen oder eine laufende Nase geplagt. "Bis zu 60 Prozent der Patienten leiden auch an Augensymptomen", betonte Professor Ralph Mösges aus Köln. Mit dem intranasal applizierbaren Glukokortikoid Mometasonfuroat lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Es lindert nicht nur die nasalen Beschwerden, sondern befreit auch von quälendem Augenjucken und Augentränen, wie eine Metaanalyse belegt.

Berücksichtigt wurden in der Analyse Daten zur okulären Symptomatik bei allergischer Rhinokonjunktivitis aus vier randomisierten Doppelblindstudien, so Mösges bei einer Veranstaltung von essex pharma. In den Studien wurde der Effekt von täglich 200 µg Mometason bei 494 Patienten mit dem von Placebo bei 497 Patienten verglichen.

Zu Beginn der Studie sowie zweimal täglich während der 14-tägigen Behandlung wurden die Symptome Augenjucken, Augentränen und Rötung der Augen von den Patienten bewertet, und zwar anhand der TOSS (Total Ocular Symptom Score)-Skala (maximal drei Punkte). Hiermit wird der durchschnittliche Wert des Schweregrads aller okulären Symptome definiert.

Innerhalb von zwei Wochen ging der TOSS-Wert bei Behandlung mit Mometason signifikant im Vergleich zu Placebo zurück ( 29,8 Prozent versus 5,6 Prozent). Auch die Einzelsymptome besserten sich mit dem Kortikosteroid signifikant.

Das neue Mometason-Präparat wird von den Patienten besser akzeptiert als Fluticasonpropionat, wie eine randomisierte Doppelblindstudie bei 100 Patienten ergeben hat. Direkt nach der nasalen Applikation des Mittels sowie zwei Minuten später wurde anhand eines Fragebogens das sensorische Empfinden abgefragt.

Außerdem sollten sich die Patienten für ein Präparat entscheiden. Das Ergebnis: Signifikant weniger Patienten spürten nach Behandlung mit dem Mometason-Nasenspray einen unangenehmen Geruch oder Geschmack. Zwei von drei Studienteilnehmern gaben an, dieses Mittel dem Vergleichspräparat vorzuziehen.

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