Direkt zum Inhaltsbereich

Heuschnupfen-Spray wirkt in Nase und Augen

MÜNCHEN (feb). Mit dem intranasal applizierbaren Glukokortikoid Mometasonfuroat lassen sich bei Patienten mit Heuschnupfen nicht nur die nasalen, sondern auch die okulären Symptome verringern. Seit kurzem steht das Phenylethanol-freie Nasonex® geruchsfrei zur Verfügung. Es löst das bisher im deutschen Handel befindliche Nasonex® Nasenspray ab.

Veröffentlicht:

Heuschnupfen-Patienten sind nicht nur durch Niesen oder eine laufende Nase geplagt. "Bis zu 60 Prozent der Patienten leiden auch an Augensymptomen", betonte Professor Ralph Mösges aus Köln. Mit dem intranasal applizierbaren Glukokortikoid Mometasonfuroat lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Es lindert nicht nur die nasalen Beschwerden, sondern befreit auch von quälendem Augenjucken und Augentränen, wie eine Metaanalyse belegt.

Berücksichtigt wurden in der Analyse Daten zur okulären Symptomatik bei allergischer Rhinokonjunktivitis aus vier randomisierten Doppelblindstudien, so Mösges bei einer Veranstaltung von essex pharma. In den Studien wurde der Effekt von täglich 200 µg Mometason bei 494 Patienten mit dem von Placebo bei 497 Patienten verglichen.

Zu Beginn der Studie sowie zweimal täglich während der 14-tägigen Behandlung wurden die Symptome Augenjucken, Augentränen und Rötung der Augen von den Patienten bewertet, und zwar anhand der TOSS (Total Ocular Symptom Score)-Skala (maximal drei Punkte). Hiermit wird der durchschnittliche Wert des Schweregrads aller okulären Symptome definiert.

Innerhalb von zwei Wochen ging der TOSS-Wert bei Behandlung mit Mometason signifikant im Vergleich zu Placebo zurück ( 29,8 Prozent versus 5,6 Prozent). Auch die Einzelsymptome besserten sich mit dem Kortikosteroid signifikant.

Das neue Mometason-Präparat wird von den Patienten besser akzeptiert als Fluticasonpropionat, wie eine randomisierte Doppelblindstudie bei 100 Patienten ergeben hat. Direkt nach der nasalen Applikation des Mittels sowie zwei Minuten später wurde anhand eines Fragebogens das sensorische Empfinden abgefragt.

Außerdem sollten sich die Patienten für ein Präparat entscheiden. Das Ergebnis: Signifikant weniger Patienten spürten nach Behandlung mit dem Mometason-Nasenspray einen unangenehmen Geruch oder Geschmack. Zwei von drei Studienteilnehmern gaben an, dieses Mittel dem Vergleichspräparat vorzuziehen.

Schlagworte:
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 2: SPRING-Studie: Attackenfreie Tage und attackenfreie Kinder (2 bis <12 Jahre) während der 52-wöchigen Studiendauer

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [10]

Langzeitprophylaxe beim hereditären Angioödem

Lanadelumab jetzt auch für Kinder ab 2 Jahren zugelassen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG, Berlin
Abb. 1: Ein-Stärken-Aufdosierungsschema*

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [7]

Allergen-Immuntherapie (AIT) bei Hausstaubmilben-Allergie

Ein-Stärken-Präparat für den Praxisalltag zugelassen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Allergopharma GmbH & Co. KG, Reinbek
Frau Prof. Dr. Beyer (links), Leiterin des Kinderallergologischen Studienzentrums der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie, Immunologie und Intensivmedizin an der Berliner Charité und Herr Prof. Dr. Hamelmann (rechts), Ärztlicher Direktor im Kinderzentrum Bethel am Universitätsklinikum Bielefeld.

© Hintergrundmotiv: © [M] michellegibson / Getty Images / iStock; Portrait Prof. Dr. Beyer: © [M] Prof. Dr. Beyer; Portrait Prof. Dr. Hamelmann: © [M] Prof. Dr. Hamelmann

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Erdnussallergie in der Praxis: Immuntherapie, oral!

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aimmune Therapeutics
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Differenzierung ist entscheidend

INOCA/ANOCA: Welche Therapie ist die richtige?

Apps auf Rezept im Visier

Schutz vor Regress bei der DiGA-Verordnung

Lesetipps
Nahaufnahme eines Patient, der den Gesundheitsbereich der ChatGPT-App verwendet.

© Azulblue / stock.adobe.com

Digitalisierung

KI-Chatbots bieten 24/7-Sprechstunde für Patienten

Dass Sport einen positiven Effekt bei Patienten mit Depressionen hat, ist nichts Neues. Der Casus Knacksus ist die Motivation.

© Rifqi Muflih / stock.adobe.com

Motivierende Gesprächsführung

Wie motiviere ich Patienten mit Depression zu Sport?

Ein Arzt arbeitet mit einer KI-Anwendung.

© Deemerwha studio / stock.adobe.com

Von DiGA bis Chatbot

Wie KI hilft, die rheumatologische Versorgung zu verbessern