Neuro-psychiatrische Krankheiten

Hoffnung für traumatisierte Patienten

Veröffentlicht:

BOSTON (ddp/mut). Traumatische Erlebnisse brennen sich häufig für das ganze Leben im Gedächtnis ein. Eine Therapie ist schwierig. US-Forscher aus Boston haben jetzt einen Weg gefunden, der zu einer wirkungsvolleren Therapie bei Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen führen könnte.

Die Forscher zeigten, dass offenbar ein Protein namens Cdk5 (Cyclin-dependent kinase 5) dafür sorgt, unangenehme Erfahrung als Trauma im Gedächtnis zu speichern. Im Experiment erhielten Mäuse einen leichten Elektroschock an den Füßen, wenn sie zum ersten Mal einen bestimmten Raum betraten. Tiere mit erhöhter Cdk5-Aktivität im Gehirn brauchten länger als solche mit normaler Proteinaktivität, um wieder neu Vertrauen zu fassen.

Wurde CdK5 gentechnisch blockiert, lernten die Mäuse sehr schnell, dass keine Gefahr mehr besteht. Die Forscher um Professor Li-Huei Tsai wollen jetzt Wirkstoffe testen, die Cdk5 hemmen (Nature Neuroscience online).

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Dr. Thomas Fischbach

© Jocelyne Naujoks / ÄKNo

Interview

BVKJ-Präsident Fischbach: Wir erwarten eine klare Perspektive von der STIKO

3D-Darstellung von Neuronen mit Amyloid-Plaques. Nach wie vor stehen diese Plaques im Zentrum vieler Forschungsarbeiten zu neuen Alzheimertherapien.

© SciePro / stock.adobe.com

Internationaler Alzheimer-Kongress

Hoffnung auf neue Antikörper zur Alzheimer-Therapie