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Jeder siebte Hausarzt-Patient hat unruhige Beine

WIESBADEN (CV). Etwa 15 Prozent der Hausarzt-Patienten haben deutliche Symptome eines Restless-Legs-Syndroms (RLS). Darauf deutet eine Befragung von 20 000 Patienten aus 300 Hausarztpraxen.

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Auf fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung wird offiziell die Prävalenz des RLS in Deutschland geschätzt. Die Krankheitshäufigkeit steigt mit dem Lebensalter. Derzeit gebe es in Deutschland etwa ein bis zwei Millionen Menschen, die aufgrund von RLS-Symptomen eine Therapie benötigen. Die Dunkelziffer sei zudem sehr hoch, hat Professor Wolfgang Jost aus Wiesbaden berichtet.

Problematisch sei, dass die meisten Patienten mit den Beschwerden keinen Arzt konsultieren, und wenn, dann primär Schlafprobleme angegeben, sagte der Neurologe bei einer Veranstaltung von Boehringer Ingelheim.

Dass das RLS tatsächlich noch oft verkannt wird, dokumentiere eine bundesweite Befragung in mehr als 300 deutschen Hausarztpraxen, in denen gezielt nach Patienten mit RLS geschaut wurde. Es zeigte sich, dass bei 15 Prozent der knapp 20 000 auswertbaren Fragebögen deutliche Hinweise auf ein RLS zu finden waren. "Überproportional häufig gaben die betroffenen Patienten als Symptom auch Schlafstörungen an", erläuterte Jost bei der Veranstaltung beim Internisten-Kongress in Wiesbaden.

Bei RLS gewinnen zunehmend Dopamin-Agonisten wie Pramipexol (Sifrol®) an Bedeutung. In den neuen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie wird der Wirkstoff als Mittel der ersten Wahl mit aufgeführt. Darauf hat Professor Peter Clarenbach aus Bielefeld hingewiesen. Pramipexol zeichne sich nicht nur durch eine gute, sondern zugleich besonders rasch einsetzende Wirkung aus.

Bei RLS wird der non-ergoline Dopamin-Agonist in sehr niedriger Dosierung verabreicht. Dennoch spürten RLS-Patienten schon in den ersten ein bis zwei Nächten einen deutlichen Rückgang des Bewegungsdrangs und der Missempfindungen in den Beinen sowie der periodischen Beinbewegungen im Schlaf, sagte der Neurologe.

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