DONALD-Studie

Jod-Unterversorgung auf dem Vormarsch?

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BONN. In Deutschland hatte sich die Jodversorgung seit den 1990er Jahren verbessert - auch infolge der Verwendung von jodiertem Speisesalz im Haushalt und vor allem in der Lebensmittelindustrie sowie im Lebensmittelhandwerk.

Nun deuteten Ergebnisse des 12. Ernährungsberichts der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) darauf hin, dass sich der Jodstatus allmählich wieder verschlechtert. Die im Ernährungsbericht veröffentlichten Untersuchungen der DONALD-Studie zeigten, dass die Jodversorgung von Kindern in Deutschland nicht zufriedenstellend ist, teilt die DGE mit.

Mehr als die Hälfte der Sechs- bis Zwölfjährigen erreichten nicht die empfohlene Jodzufuhr. Dies bedeute zwar nicht, dass die Mehrzahl der Kinder Jodmangel hat. Die Situation sei aber verbesserungswürdig.

In der DONALD-Studie wurde die Entwicklung des Jodstatus von 1996 bis 2009 bei sechs- bis zwölfjährigen Kindern anhand der Jodausscheidung verglichen. In dieser Altersgruppe liefert jodiertes Speisesalz, das zu Hause zum Zusalzen und bei der Herstellung von Lebensmitteln in Handwerk und Industrie verwendet wird, das meiste Jod.

Zusammen mit Milch mache es derzeit mehr als drei Viertel der täglichen Jodzufuhr aus, so die DGE. Seefisch enthalte zwar verhältnismäßig viel Jod, werde aber von Kindern in geringen Mengen verzehrt und trage deshalb nur wenig zur Jodzufuhr bei.

Je nach Fischart und Portionsgröße könne jedoch eine Fischmahlzeit die empfohlene Jodzufuhr für mehr als einen Tag decken. Deshalb empfiehlt die DGE ein- bis zweimal pro Woche Seefisch zu verzehren und bei der Zubereitung von Speisen immer Jodsalz (wenn auch sparsam) zu verwenden.

Verbraucher sollten vorzugsweise Brot, Backwaren, Käse, Fleischwaren sowie Fertigprodukte kaufen, die mit Jodsalz hergestellt wurden. Durch den vermehrten Einsatz von jodierten Mineralstoffmischungen in der Tierfütterung trage Milch seit einigen Jahren zur Jodversorgung bei. (eb)

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