Internisten

Jürgen Floege aus Aachen ist jetzt DGIM-Vorsitzender

Veröffentlicht: 13.06.2019, 07:12 Uhr

WIESBADEN. Neuer Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) für das Jahr 2019/2020 ist Professor Jürgen Floege, teilt die DGIM mit. Der Nephrologe leitet seit 1999 die Medizinische Klinik II der Uniklinik RWTH Aachen.

Im Zuge seiner Präsidentschaft gestaltet Floege auch das Programm des 126. Internistenkongresses vom 25. bis 28. April 2020. Mit dem von ihm gewählten Leitthema „Ärzte als Forscher“ nimmt er ein zentrales Thema der Fachgesellschaft in den Fokus – die Förderung des medizinisch-wissenschaftliches Nachwuchses, die sich die DGIM zu einer ihrer Hauptaufgaben gemacht hat.

„Ab dem Jahr 2020 wird die DGIM ihre bisherige Förderung weiter ausbauen – und Angebote vom Studenten bis zum Oberarzt zur Verfügung stellen“, wird Floege in der Mitteilung der DGIM zitiert. Das geschieht in Form von Reisestipendien zur Kongress-Teilnahme, des Clinician Scientist-Programms mit hochdotierten Stipendien für herausragende Forschungsarbeiten junger Nachwuchswissenschaftler, der neuen „Roland-Müller-Akademie für internistische Nachwuchsautoren“ und dem neuen Advanced Clinician Scientist Programm für forschende Oberärzte an Universitätskliniken, heißt es in der Mitteilung.

„Die DGIM will mit dieser Palette von Möglichkeiten einen umfassenden Beitrag dazu leisten, den Wissenschaftsgedanken in der Medizin auch zukünftig fest zu verankern“, so Floege.

Neben dem Leitthema stehen auch die Hauptthemen des Kongresses 2020 bereits fest: Klug entscheiden und Ökonomie; Präventivmedizin und Digitalisierung; Multimorbidität und demographischer Wandel; Infektiologie und Multiresistenz; Onkologie für Nicht-Onkologen sowie aktuelle Wissenschafts-Strömungen und -Probleme. Ein besonderes Anliegen sei es dem Nephrologen, die Niere, ihre Krankheiten und besonders die Auswirkungen einer gestörten Nierenfunktion auf den gesamten Organismus intensiver zu beleuchten, so die DGIM.

„Herz und Niere – eine unheilige Allianz“ lautet zum Beispiel eines der Schwerpunktthemen.

Dem sechsköpfigen Vorstand der DGIM 2018/2019 gehört unter Leitung von Floege sein Vorgänger im Amt an: Professor Claus Vogelmeier ist nun 1. stellvertretender Vorsitzender. Professor Sebastian Schelong aus Dresden übernimmt das Amt des 2. stellvertretenden Vorsitzenden. Zum 3. stellvertretenden Vorsitzenden wurde Professor Markus Lerch aus Greifswald neu in den Vorstand gewählt.

Das Amt des Generalsekretärs der DGIM übernimmt Professor Georg Ertl aus Würzburg. Doch auch der scheidende Generalsekretär Professor Ulrich R. Fölsch aus Kiel wird noch ein weiteres Jahr für die DGIM aktiv sein. Die Kassenführung liegt bei Professor Christoph Sarrazin, Wiesbaden.

Kooptierte Vorstandsmitglieder sind weiterhin Professor Michael Hallek aus Köln, der sich mit der Novellierung der (Muster-) Weiterbildungsordnung (MWBO) befasst, und Professor Gerd Hasenfuß aus Göttingen in seiner Funktion als Sonderbeauftragter für Digitale Medizin und die DGIM-Initiative Klug entscheiden.

Geschäftsführer der DGIM bleibt unverändert Rechtsanwalt Maximilian Guido Broglie. Als seine Stellvertreterin fungiert Diplom-Kauffrau Ourania Menelaou, beide sind aus Wiesbaden. Turnusgemäß aus dem Vorstand ausgeschieden ist Professor Cornel Sieber, Regensburg und Winterthur. (eb)

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