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"Bist du Chris?"

Kampagne rückt Hepatitis C in den Fokus

Die Kampagne "Bist du Chris?" klärt über Hepatitis C auf. Erreicht werden sollen besonders jene 40 Prozent der Infizierten, die bisher nichts von ihrer Erkrankung wissen.

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BERLIN. "Nur wer von seiner Erkrankung weiß, kann geheilt werden!" Diese Botschaft stellten Professor Michael P. Manns, Medizinische Hochschule Hannover, und Professor Claus Niederau, Katholisches Klinikum Oberhausen, St. Josef-Hospital, ins Zentrum einer Veranstaltung zur Kampagne "Bist du Chris?".

Ziel der von Deutsche Leberstiftung, Deutsche Leberhilfe und Gilead Science gegründeten Initiative pro Leber ist es, das Wissen über Hepatitis C, ihre Infektionswege und die Therapieoptionen in die Bevölkerung zu tragen. Neben dem Abbau von Wissenslücken und Vorurteilen will die Kampagne "Bist du Chris?" dazu auffordern, sich gedanklich mit der Möglichkeit der eigenen Infektion auseinanderzusetzen. Der bei Männern wie Frauen verbreitete Rufname "Chris" soll dabei die Identifikation mit Risikogruppen und Erkrankung erleichtern.

Die Therapie bei Hepatitis C, so Niederau, sei durch die Einführung der direkt wirkenden antiviralen Medikamente (DAA) im Jahr 2014 revolutioniert worden. Während unter der belastenden und langwierigen Interferon-Therapie nur rund 3 Prozent der Patienten geheilt werden konnten, liege dieser Anteil bei DAA bei zirka 95 Prozent. Zur erfolgreichen Therapie sei meist eine 8- bis 24-wöchige Behandlung ausreichend. Das gelte gleichermaßen für alle sechs Genotypen des HCV.

Das bevölkerungsweite Bewusstsein für die Erkrankung solle die Grundlage dafür bilden, die Hepatitis C bis 2030 in Deutschland und – wie von der WHO bereits als Ziel ausgerufen – weltweit auszurotten. Ein Test auf HCV sollte einmalig bei allen auffälligen Leberwert-Erhöhungen durchgeführt werden, so Niederau.

Die Initiative pro Leber sehe diagnostisch besonders Hausärzte als ihre Ansprechpartner. Diese seien am besten mit der Krankengeschichte und den individuellen Risiken ihrer Patienten vertraut. Obwohl die Behandlung mit DAA derzeit überwiegend in spezialisierten Zentren erfolge, könne sie prinzipiell ebenfalls von den Hausärzten übernommen werden. (jgr)

Infos zur Kampagne "Bist du Chris?": www.bist-du-chris.de

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