Direkt zum Inhaltsbereich

Kein Hinweis für Gefäßschutz durch Vitamin E

ORLANDO (ner). Die Hoffnung, daß die regelmäßige Vitamin-E-Zufuhr gut für Herz, Hirn und Gefäße ist, hat sich nicht bestätigt. In einer weiteren jetzt vorgestellten Analyse der Woman's Health Study ergab sich nach zehn Jahren kein Unterschied zu Placebo.

Veröffentlicht:

"Wir haben keinen Hinweis darauf gefunden, daß Vitamin E das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse vermindern kann", sagte Dr. Julie E. Buring vom Brigham and Women’s Hospital in Boston, Massachussetts, beim Jahreskongreß des American College of Cardiology (ACC) in Orlando, Florida.

19 900 Frauen im Alter von durchschnittlich 55 Jahren hatten zehn Jahre lang monatlich eine Packung Vitamin E erhalten. Die Compliance und die Effekte der Behandlung waren jährlich abgefragt worden. Die gleiche Anzahl Frauen hatte Placebo erhalten.

In beiden Gruppen hatten jeweils etwa 500 Teilnehmerinnen innerhalb des Studienzeitraumes einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder sie starben an einem kardiovaskulären Zwischenfall. Zwar gab es einen signifikanten Unterschied bei der Rate kardiovaskulärer Todesfälle zugunsten der Vitamin-E-Gruppe (106 versus 140 Todesfälle), die Gesamt-Mortalitätsrate war jedoch nicht verschieden. Auch bestimmte Subgruppen wie Raucher, Hypertoniker oder Diabetiker profitierten nicht vom Vitamin E.

Die Hypothese, daß antioxidativ wirkende Vitamine eine gefäßprotektive Wirkung haben, hat in den vergangenen Jahren immer wieder für Diskussionen gesorgt. Labor- und Tierexperimente hatten ergeben, daß Vitamin E die LDL-Oxidation hemmt und die Atherothrombose aufhalten kann. Ergebnisse verschiedener Beobachtungsstudien hatten diese These gestützt.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Komplikationsmanagement

Typ-2-Diabetes macht besonderen Schutz für Niere und Herz erforderlich

Pseudoresistenzen

Therapieresistente Hypertonie ist oft gar keine

Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kohlenhydrate, Apfelessig, Gottesnahrung und Süßstoffe

Vier Ernährungs- und Blutzuckermythen im Faktencheck

US-Datenbank-Analyse

Hochdosierter Influenza-Impfstoff könnte Demenz vorbeugen

Erfolgreiche Überbrückung bis zur Transplantation

Schwer an ARDS Erkrankter überlebt Entfernung beider Lungenflügel

Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt