Direkt zum Inhaltsbereich

Knollenblätterpilz-Gift stoppt Krebs in Mäusen

HEIDELBERG (eb). Der Knollenblätterpilz enthält eines der tödlichsten Gifte des Pflanzenreichs, das a-Amanitin. Die Substanz tötet jede Zelle, ob gesund oder zu Krebs entartet.

Veröffentlicht:
Der Grüne Knollenblätter ist sehr giftig.

Der Grüne Knollenblätter ist sehr giftig.

© MRI Tox

Forscher im Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg haben das Pilzgift an einen Antikörper gekoppelt, der ein krebstypisches Zielmolekül (EpCAM) erkennt.

Der giftbeladene Antikörper stoppte das Wachstum verschiedener Krebszellen in der Kulturschale und ließ auf Mäuse übertragene Bauchspeicheldrüsentumoren sogar vollständig verschwinden (JNCI 2012).

Trotz der hohen Dosierung des Antikörpers zeigten die Tiere keine Leber- oder sonstige Organschäden, die auf das Gift zurückzuführen waren.

Die meisten Tumoren entstehen aus Epithelgeweben

EpCAM, das die Immunologen als Erkennungsstruktur der Tumorzellen ausgewählt haben, ist ein charakteristisches Membranprotein von Epithelzellen. Dieser Zelltyp kleidet alle inneren und äußeren Grenzflächen des Körpers aus.

Die meisten bösartigen Tumoren entstehen aus solchen Epithelgeweben. Sehr viele darunter, etwa Bauchspeicheldrüsenkrebs, Brust- und Eierstockkrebs, Gallengangskarzinome oder Kopf / Hals-Tumoren, bilden EpCAM im Übermaß, was häufig mit einer besonders schlechten Prognose der Erkrankung einhergeht.

Daher gilt EpCAM als geeignete Zielstruktur, um Tumorzellen anzugreifen.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Personalisierte mRNA-Therapien

Verheißungsvolle RNA-Krebsimpfstoffe: Wo steht die Forschung gerade?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kasuistik

Plötzliche Niesanfälle bringen Mann in Lebensgefahr

Herzbericht 2026

Das sind die aktuellen Trends in der Herzmedizin

Lesetipps
Illustration eines molekularen Modells von Messenger RNA.

© Dr_Microbe / Getty Images / iStock

Personalisierte mRNA-Therapien

Verheißungsvolle RNA-Krebsimpfstoffe: Wo steht die Forschung gerade?

Eine Ärztin tropft Allergielösung auf den präparierten Unterarm einer Patientin für den Pricktest.

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Steigende Prävalenz

Allergiediagnostik: Dos und Don’ts für die Hausarztpraxis

Eine Thrombose in einem Gefäß

© freshidea / stock.adobe.com

ASS und P2Y12-Inhibitoren

So geht die Plättchenhemmer-Therapie in der Praxis!