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Kopfhaut-Psoriasis

Kombi auch bei Kindern erfolgreich

Erfolg in der Behandlung von Kindern mit Kopfhaut-Psoriasis: Eine Kombination besserte Symptome und Lebensqualität von Kindern. Bisher war sie lediglich für Erwachsene getestet worden.

Veröffentlicht:
Bei bis zu 90 Prozent der Kinder mit Psoriasis ist auch die Kopfhaut betroffen.

Bei bis zu 90 Prozent der Kinder mit Psoriasis ist auch die Kopfhaut betroffen.

© Dr. Hans Schulz, Bergkamen

NIJMEGEN. Bei Kindern mit Psoriasis capitis konnte in einer niederländischen Studie durch die topische Behandlung mit einer Kombination aus Calcipotriol plus Betamethasondipropionat eine signifikante Verbesserung von Symptomen und Lebensqualität erreicht werden.

Die Behandlung wurde gut vertragen. Die Ergebnisse sind jetzt im "Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology" veröffentlicht worden (JEADV 2014; online 13. Okt. 2014).

Bei bis zu 90 Prozent der Kinder mit Psoriasis ist auch die Kopfhaut betroffen. Doch deren Behandlung gestaltet sich in vielen Fällen schwierig.

Für die Wirkstoffkombination aus einem Vitamin-D-Analogon (Calcipotriol) und einem Kortikosteroid (Betamethasondipropionat) lagen bisher lediglich Studiendaten von Erwachsenen vor. Diese zeigten jedoch gute Therapieerfolge mit der Kombination.

Deshalb untersuchten Annet Oostveen vom Radboud University Nijmegen Medical Centre und Kollegen die Wirksamkeit und Sicherheit einer solchen Rezeptur für die Behandlung von Kindern mit Kopfhaut-Psoriasis.

Daten von 73 Patienten analysiert

Aus den Daten des Child-Continuous Assessment of Psoriasis Treatment Use Registry (Child-CAPTURE) wurden 84 Behandlungsepisoden bei 73 Patienten im klinischen Alltag analysiert.

Der Erfolg einer topischen Behandlung mit Calcipotriol plus Betamethasondipropionat wurde anhand der Symptome mit dem Psoriasis Scalp Severity Index (PSSI 0-72) ermittelt.

Die Bewertung der Lebensqualität und des Einflusses der Therapie auf diesen Parameter erfolgte mit dem Children's Scalpdex in Psoriasis (CPS 0-100). Während der ersten beiden Wochen wurde die Wirkstoffkombination täglich aufgetragen, danach nur noch dreimal pro Woche.

Patienten mit einer schweren Psoriasis (PSSI durchschnittlich 26,7) erhielten eine Vorbehandlung über zwei Nächte mit 10%iger Salizylsäuresalbe.

Symptome um ein Drittel reduziert

In den ersten sechs Wochen nach Behandlungsbeginn verbesserte sich der PSSI-Score signifikant um 19 Prozent, und nach zwölf Wochen Therapie wurde eine Reduzierung um 32 Prozent erreicht (18,7 versus 15,1 versus 12,7), wie die niederländischen Wissenschaftler berichten.

Dieser Erfolg blieb bis zur 48. Woche mit Scores zwischen 13,8 und 12,8 erhalten. Bei den vorbehandelten Patienten verbesserte sich der Psoriasis Scalp Severity Index in den ersten zwölf Wochen um 40 Prozent, sodass nach 48 Wochen ähnliche PSSI-Raten erreicht wurden wie in der Gruppe der nicht vorbehandelten Patienten.

Die Children's Scalpdex in Psoriasis-Scores waren nach drei Monaten von 79 auf 46,3 abgesunken und lagen nach sechs Monaten noch bei 59 Punkten.

Dieses Ergebnis lässt nach Einschätzung der niederländischen Experten auf eine signifikante Verbesserung auch der Lebensqualität durch die topische Behandlung mit Calcipotriol plus Betamethasondipropionat schließen.

Die Ergebnisse in puncto unerwünschte Wirkungen: Drei übergewichtige Patienten entwickelten Striae an Armen, Beinen und Abdomen, die möglicherweise mit der Behandlung am Kopf in Zusammenhang stehen. Weitere Nebeneffekte traten jedoch nicht auf. (St)

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