Kombitherapie bessert Lungenfunktion bei COPD

WIESBADEN (grue). Langwirksame Bronchodilatatoren können bei chronisch-obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) den Teufelskreis aus zunehmender Dyspnoe und Anstieg der Exazerbationsrate durchbrechen. Sie sind deshalb eine wichtige Option bei Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung.

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Lang wirksame Bronchodilatatoren sind bei mittelschwerer und schwerer COPD Mittel der Wahl zur Dauertherapie, da in dieser Situation kurz wirksame Substanzen und die Vermeidung von Risikofaktoren wie Rauchen nicht mehr ausreichen. Langwirksame bronchialerweiternde Substanzen mindern die Dyspnoe und die Limitierung des Atemflusses, sagte Professor Roland Buhl aus Mainz bei einer Veranstaltung der Unternehmen Boehringer Ingelheim und Pfizer in Wiesbaden.

Dies gelte auch für das langwirkende Anticholinergikum Tiotropium (Spiriva®), das besonders in Kombination mit Beta-2-Mimetika die Einsekundenkapazität (FEV1) der Lunge bessert. So hatte in einer Studie die Behandlung mit Tiotropium plus Formoterol, jeweils ein Hub pro Tag, einen guten Effekt auf die Lungenfunktion. "Es geht aber letztlich darum, die Lebensqualität der Patienten zu bessern und eine Dekonditionierung zu vermeiden", so Buhl. Denn eine sich stetig verschlechternde Lungenfunktion führe in die Exazerbation und damit langfristig in die respiratorische Insuffizienz.

Bei Exazerbationen helfen auch inhalative Steroide als Zusatztherapie. Sie können bei häufigen Exazerbationen das Risiko für weitere akute Verschlechterungen um 20 bis 30 Prozent reduzieren. Operative Eingriffe und die Langzeit-Sauerstoff-Therapie haben bei stark eingeschränkter Lungenfunktion mit beginnender Rechtsherzinsuffizienz weiterhin einen hohen Stellenwert und werden auch von der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie in der neuen COPD-Leitlinie als ultima ratio bei sehr schwerer COPD genannt.

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