Krebskranke profitieren von Training

JENA (dür). Ein Gesundheitstraining, das Tumorpatienten zur Krebstherapie erhalten, verbessert das Wohlbefinden der Betroffenen dauerhaft. Das bestätigen nach vorläufigen Auswertungen von Fragebögen 70 Prozent. Gefragt wurden etwa 80 Patienten, die das von der onkologischen Ambulanz für Naturheilkunde der Universitätsklinik Jena angebotene Gesundheitsprogramm absolviert haben.

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Das zehnwöchige Training findet einmal pro Woche statt und dauert jeweils drei Stunden. Es umfasst Entspannungs- und Atemübungen, Bewegung wie Walking und Übungen, die leicht im Alltag zu integrieren sind. Weitere Bestandteile sind die Auseinandersetzung mit Ängsten, das Kennenlernen von Selbsthilfestrategien sowie die Vermittlung von Kommunikationstechniken auch für die Arzt-Patienten-Beziehung. Hinzu kommen Ernährungsberatung und Beratung zur Anwendung von Hausmitteln, die das Immunsystem stärken.

Das Jenaer Projekt wurde mit Krebspreis ausgezeichnet

Darüber hinaus bietet das Gruppentraining die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Es soll die Eigeninitiative stärken. Ein Team aus Gesundheitstrainer/Ökotrophologe, zwei Diplom-Psychologinnen und zwei onkologisch erfahrenen Ärztinnen leitet die Kurse. Die Nachfrage sei groß, berichtet die Leiterin der Ambulanz Dr. Katja Zulkowski. Die 2003 etablierte ambulante Krebs-Begleittherapie fand von Dezember 2005 bis Januar 2007 aber nicht statt, weil die Förderung über die Carstens-Stiftung ausgelaufen war. Die Krankenkassen lehnen bisher eine Finanzierung ab.

Umso mehr freuen sich die Ambulanz-Mitarbeiter, dass der Berufsverband der niedergelassenen Onkologen das Jenaer Projekt jetzt mit dem Niedersächsischen Krebspreis ausgezeichnet hat. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.

In diesem Jahr sei auch die endgültige Auswertung von Fragebögen vorgesehen, mit denen seit dem Projekt-Start die Entwicklung der Lebensqualität der Teilnehmer während und nach dem Training erfasst worden ist, berichtete Zulkowski.

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