Laborwert zeigt erhöhte Gefahr bei KHK an

LONDON (ner). Das hoch-sensitive C-reaktive Protein (hs-CRP) kann unabhängig von der Schwere einer KHK künftige kardiovaskuläre Komplikationen anzeigen. Selbst bei scheinbar stabiler KHK ist der Laborwert ein Marker für die Krankheitsaktivität und die Vulnerabilität atherothrombotischer Plaques.

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Diese von Kardiologen vertretene These ist nun durch eine große britische Studie untermauert worden. Dr. Juan Carlos Kaski vom St. Georg's Hospital in London hat den Krankheitsverlauf von 825 Angina-pectoris-Patienten ein Jahr lang verfolgt, die wegen Herzbeschwerden eingeliefert worden waren (EHJ 25, 2004, 401).

Systematische Messungen des hs-CRP ergaben eine Korrelation zwischen der Zahl der angiographisch nachgewiesenen komplexen Koronarstenosen und der Höhe des CRP-Wertes. Bei stabiler Angina pectoris lag das CRP bei durchschnittlich 2,3 mg/l. Patienten mit akutem Koronarsyndrom hatten signifikant höhere Werte von im Schnitt 4,2 mg/l. Patienten, die bei der ersten Krankenhausaufnahme relativ hohe CRP-Werte hatten, bekamen im folgenden Jahr signifikant häufiger einen Myokardinfarkt, mußten wegen instabiler Angina pectoris erneut ins Krankenhaus aufgenommen werden oder starben (kombinierter Endpunkt).

Als weiteres wichtiges Ergebnis der Studie nannte Kaski, daß auch bei Herzinsuffizienz im NYHA-Stadium III und IV signifikant erhöhte CRP-Werte gemessen wurden. Dies dokumentiere die entzündliche Genese der Herzinsuffizienz und besonders der linksventrikulären Dysfunktion.

Konkrete Grenzwerte für die Vorhersage kardiovaskulärer Ereignisse geben die Kardiologen nicht an. Ein Grund dafür dürfte sein, daß viele Faktoren den CRP-Wert beeinflussen, etwa Rauchen, Adipositas, Dyslipidämie, Geschlecht oder das Alter.

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