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BfR

Mineralöl in Schokolade unerwünscht

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die Ergebnisse der Stiftung Warentest eingeschätzt.

Veröffentlicht:

BERLIN. Untersuchungen der Stiftung Warentest hatten ergeben, dass die Schokoladenfiguren einiger Adventskalender mit Kohlenwasserstoffgemischen (Mineralöl) verunreinigt sind. Der Gehalt beträgt bis zu 7 mg aromatische Kohlenwasserstoffe pro Kilogramm Schokolade.

Nun hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf Basis dieser Daten eine vorläufige Einschätzung des gesundheitlichen Risikos der Kontaminationen vorgenommen, heißt es in einer Mitteilung.

Bereits im Dezember 2009 habe das BfR darauf hingewiesen, dass grundsätzlich mit einem Übergang von aromatischen und nicht aromatischen Kohlenwasserstoffen aus Verpackungen von Recyclingkarton zu rechnen sei.

"Die aktuelle Untersuchung bestätigt, dass eine Vermeidung dieses Übergangs prinzipiell möglich ist, da bei einem Teil der untersuchten Kalender keine dieser Substanzen in den Schokoladen nachgewiesen wurde", wird BfR-Präsident Professor Andreas Hensel in der Mitteilung zitiert.

Krebserzeugendes Potenzial kann nicht ausgeschlossen werden

Rechne man mit dem höchsten Gehalt von etwa 7 mg je Kilogramm Schokolade, kommt man auf eine Menge von 0,022 mg aromatischer Kohlenwasserstoffe je Kalenderfigur.

Angenommen, man verzehrt ein solches Schokoladenteilchen pro Tag, ergibt sich nur ein sehr geringer zusätzlicher Anteil an der täglichen Aufnahme von aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen über die Nahrung, wie sie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA (2012) abgeschätzt hat.

Der Anteil an der Hintergrundbelastung sei zwar gering, dennoch seien diese Chemikalien in Lebensmitteln unerwünscht.

Mineralöle, Kohlenwasserstoffgemische, sind toxikologisch nicht ausreichend untersucht. Insofern kann ein krebserzeugendes Potenzial nicht ausgeschlossen werden. (eb)

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