Mit Denusomab weniger Frakturen bei Prostata-Ca

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DRESDEN (sir). Denosumab erhöht die Knochendichte und verringert die Zahl der Frakturen bei einer Androgenentzugstherapie bei Prostatakarzinom-Patienten.

Außer bei anderen Krebserkrankungen wurde der RANKLigand-Hemmer Denosumab jetzt in der unterstützenden Therapie von Patienten mit Prostatakarzinom untersucht. Diese Männer werden bekanntlich häufig mit einer Androgenentzugstherapie, gelegentlich auch mit bilateraler Orchiektomie behandelt. Beides macht sie - zusätzlich zu ihrem meist hohen Alter - anfällig für Osteoporose und Knochenbrüche.

In die soeben veröffentlichte HALT-Studie waren 1466 Männer mit nicht metastasiertem Prostatakarzinom und Androgenentzugstherapie eingeschlossen. Sie waren entweder über 70 Jahre alt oder hatten eine Osteoporose-Vorgeschichte, in jedem Falle hatten sie also ein hohes Frakturrisiko. Die Teilnehmer bekamen nun alle sechs Monate entweder 60 mg Denosumab subkutan oder Placebo, insgesamt drei Jahre lang, hieß es bei einer Veranstaltung des Unternehmens Amgen beim DGU-Kongress in Dresden.

"Die Patienten der Verumgruppe zeigten an allen untersuchten Knochen nach 24 Monaten eine signifikant verbesserte Knochendichte", sagte Axel S. Merseburger aus Hannover, "sowohl an der Lendenwirbelsäule - dies war der primäre Studienendpunkt - als auch an Hüfte, Femur und distalem Radius." Zudem bekamen innerhalb von 36 Monaten 3,9 Prozent der mit Placebo behandelten, aber nur 1,5 Prozent der mit Denosumab behandelten Patienten neue Wirbelkörperfrakturen. Das entspricht einer Reduktion um 62 Prozent. Die Raten an unerwünschten Wirkungen waren in beiden Gruppen ähnlich. Die Zulassung von Denosumab wird für Anfang 2010 erwartet.

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