Neue Biologika bewähren sich bei Rheuma

HAMBURG (grue). In der Therapie bei Rheumatoider Arthritis (RA) sind Biologika stets für Überraschungen gut. Deren Potenzial ist offenbar noch lange nicht ausgeschöpft.

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Mitte dieses Jahres wurde mit Abatacept (Orencia®) ein weiterer Vertreter dieser Gruppe zugelassen, der einen neuen Wirkmechanismus hat. Abatacept hemmt einen co-stimulatorischen Signalweg der T-Zell-Aktivierung und greift damit früh in den Ablauf der Entzündung ein.

Das sagte Dr. Rieke Alten aus Berlin beim Rheuma-Kongress in Hamburg. Das neue Medikament sei bei erfolglos mit Methotrexat oder TNFaa-Hemmern behandelten Patienten noch gut wirksam. Nach Anti-TNFaa-Vortherapie ist jeder zehnte Patient nach sechs Monaten in Remission, hat also einen DAS 28× unter 2,6, berichtete Alten.

Voraussichtlich 2009 wird mit Tocilizumab ein weiteres Biological mit neuartigem Wirkmechanismus auf den Markt kommen. Es handelt sich dabei um einen monoklonalen Antikörper, der sich gegen das proinflammatorische Zytokin Interleukin-6 (IL-6) richtet. "IL-6 ist nicht nur an der Gelenkentzündung beteiligt, sondern auch an systemischen Komplikationen wie Fatigue, Osteoporose und kardiovaskulärer Komorbidität", so Alten. Nach derzeitiger Datenlage beeinflusst Tocilizumab die Krankheitsaktivität, die Röntgenprogression und die Lebensqualität günstig.

×DAS 28 = Disease Activity Score 28, Werte von 0 bis 10

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