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Neues Gel erleichtert Testosteron-Ersatz

BERLIN (gvg). Für Männer mit Hypogonadismus gibt es seit kurzem eine weitere Therapie-Option: ein Testosteron-Gel mit einer höheren Wirkstoffkonzentration. Männer mit Testosteron-Mangel müssen daher weniger Gel als bei bisherigen Testosteron-Präparaten auftragen.

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"Testosteron-Mangel ist keineswegs nur ein Lifestyle-Problem", hat Professor Reinhard Bretzel von der Universität Gießen berichtet. Wenn Symptome wie Libidoverlust, Abgeschlagenheit oder Depressivität auftreten, werde aus dem Testosteron-Mangel das Testosteron-Mangel-Syndrom (TMS).

Solche Männer seien therapiebedürftig und ließen sich durch eine Testosteron-Substitution gut behandeln. Das TMS sei zudem häufiger als gedacht: Bretzel zufolge haben in Deutschland über zwei Millionen Männer dieses Problem. Eine kürzlich publizierte epidemiologische Studie zum symptomatischen Testosteron-Mangel habe für Männer über 40 Jahren sogar eine Prävalenz von 25 Prozent angegeben.

Für diese Patienten gibt es seit wenigen Monaten das Testosteron-Gel Tostran® mit einem Wirkstoff-Gehalt von zwei Prozent. Das sei doppelt so viel wie in bisher verfügbaren Gelen, hieß es auf einer Veranstaltung des Unternehmens ProStrakan beim Urologen-Kongress in Berlin. "Für die Patienten bedeutet das: Sie müssen weniger Gel auf die Haut auftragen und können das mithilfe des Dosierspenders sehr komfortabel tun", sagte der niedergelassene Urologe Dr. Thomas Kreutzig aus Freiburg. Mit jedem Hub aus dem Spender werden 0,5 g Gel freigesetzt. Darin enthalten sind genau 10 mg Testosteron. Männer mit Testosteron-Mangel müssen demnach sechsmal drücken, um die Zieldosis von 60 mg Testosteron zu erreichen.

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