Nur wenn bitter erwartet wird, schmeckt es so

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LONDON (ddp.vwd). Ob ein Mensch einen sehr unangenehmen Geschmack auch so wahrnimmt, hängt von der Erwartungshaltung ab. Das haben Jack Nitschke und seine Kollegen von der Universität von Wisconsin herausgefunden (Nature Neuroscience, online).

Probanden probierten drei Flüssigkeiten - Wasser, eine halbbittere Chinin-Lösung und einen hochkonzentrierten, extrem bitteren Chinin-Trank. Vor jedem Schluck zeigten die Forscher den Testpersonen Symbole mit einer der Geschmacksvarianten und maßen die Hirnaktivität durch Magnet-Resonanz-Tomographie.

Wurde die bitterste Flüssigkeit auch als solche angekündigt, rief sie die größte Aktivität im primären Geschmackscortex hervor. Wurde die bitterste Flüssigkeit jedoch als weniger bitter angezeigt, waren die geschmacksempfindlichen Hirnregionen deutlich weniger aktiv als zuvor.

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