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Orales Antikoagulans schlägt Heparin

NEU-ISENBURG (ikr). Der direkte Faktor-Xa-Hemmstoff Rivaroxaban schützt Patienten, die ein neues Hüft- oder Kniegelenk erhalten, signfikant besser vor Venenthrombosen als ein niedermolekulares Heparin, und zwar bei ähnlichen Blutungsraten. Die EU-Zulassung des Mittels zur oralen Thrombose-Prophylaxe ist bereits beantragt.

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Seine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit als Antikoagulans hat Rivaroxaban bereits in mehreren Studien bewiesen. Zwei davon sind jetzt in der aktuellen Ausgabe des "New England Journal of Medicine" erschienen. An RECORD1* nahmen 4541 Patienten teil, die ein künstliches Hüftgelenk erhielten (NEJM 358, 2008, 2765).

Die Patienten bekamen fünf Wochen lang entweder Rivaroxaban (10 mg einmal täglich als Tablette) oder Enoxaparin (40 mg einmal täglich subkutan). Primärer Endpunkt der Studie war die Kombination aus tiefer Venenthrombose, nicht-tödlicher Lungenembolie und Tod jeglicher Ursache. 3,7 Prozent der Patienten, die Enoxaparin erhielten, erfüllten die Kriterien des primären Endpunktes, aber nur 1,1 Prozent der mit Rivaroxaban behandelten.

Das entspricht einer relativen Risikoreduktion durch den Faktor-Xa-Hemmer um 70 Prozent. Das Blutungsrisiko war mit beiden Substanzen ähnlich: 0,3 Prozent für Rivaroxaban versus 0,1 Prozent für Enoxaparin. Der Unterschied war nicht signifikant.

In RECORD 3 mit Probanden, die ein neues Kniegelenk erhielten, war Rivaroxaban ebenfalls Enoxaparin überlegen (NEJM 358, 2008, 2776). 2531 Patienten erhielten einmal täglich 10 mg Rivaroxaban oder 40 mg Enoxaparin über zehn bis 14 Tage. Gemessen an der Gesamtrate der Ereignisse (9,6 versus 18,9 Prozent; relative Risikoreduktion: 49 Prozent) erwies sich Rivaroxaban als signifikant stärker wirksam. Die Blutungsrate war wiederum ähnlich.

*RECORD steht für Regulation of Coagulation in Major Orthopedic Surgery Reducing the Risk of DVT and Pulmonary Embolism.

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