Diabetes mellitus

Plädoyer für Kombination oraler Antidiabetika

CHICAGO (grue). Orale Antidiabetika sollten möglichst früh kombiniert werden, um den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten. Das scheint den Verlust der Betazell-Funktion zu verlangsamen.

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Darauf hat Professor Barry Goldstein vom Jefferson Medical College in Philadelphia in Chicago hingewiesen. "Orale Antidiabetika können sich in ihrer Wirkung ergänzen und senken in Kombination den Blutzucker stärker als in Monotherapie", sagte Goldstein auf einem vom Unternehmen Glaxo Smith Kline unterstützten Symposium.

Darüber hinaus sei eine niedrigdosierte Kombination meist besser verträglich als ein einzelnes Präparat in hoher Dosierung. Dies gelte zum Beispiel für Metformin, das besser mit einem Glitazon kombiniert werden sollte, anstatt die Dosis stark zu steigern, so Goldstein beim Kongress der American Diabetes Association (ADA).

"Glitazone vermindern zudem die Insulinresistenz und entlasten damit die insulinproduzierenden Betazellen", sagte Goldstein. Aus diesen Gründen befürworte er als neue Strategie bei Typ-2-Diabetes die initiale orale Kombinationstherapie, zumal Fixkombinationen für die nötige Compliance sorgten. "Kombitherapien senken den HbA1C-Wert zuverlässig und anhaltend unter sieben Prozent, was ja ein Hauptziel bei neu diagnostizierten Diabetikern sein sollte". So waren in einer Studie mit Metformin plus Rosiglitazon (als Fixkombination in Avandamet® enthalten) 77 Prozent der Diabetiker nach acht Monaten im Sieben-Prozent-Zielbereich, ausgehend von einen HbA1C-Wert von 8,9 Prozent.

Auch andere Metformin-Kombinationen - mit Sulfonylharnstoffen, Gliniden oder dem neuen DPP-4-Hemmer Sitagliptin - sind erfolgreich initial bei Diabetes geprüft worden. "Alle diese Kombinationen funktionieren, aber sie bringen nicht alle Diabetiker ans Ziel", so Goldstein. "Ein Teil braucht deshalb früh Insulin". Insulin sollte aber mit oralen Antidiabetika kombiniert werden, etwa mit einem Glitazon.

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