Allergien

Pollenallergie im Advent oder Infekt?

BERLIN (ikr). Pollenflug im Advent - das ist ungewöhnlich! Kollegen sind irritiert. Denn sie setzen auf die eigentlich pollenfreie Zeit, um Patienten mit Allergie auf Frühblüher wie Hasel zu desensibilisieren. Es gibt aber keinen Grund zur Sorge.

Veröffentlicht:

Trotz des derzeitigen Pollenflugs muß eine spezifische Immuntherapie (SIT) auch bei Patienten mit Allergie gegen Haselnußpollen nicht unterbrochen werden. Da es sich nur um einen schwachen Pollenflug handle, sei bei einer SIT nicht verstärkt mit unerwünschten Wirkungen zu rechnen, sagte Professor Karl-Christian Bergmann vom Allergie-Centrum der Charité in Berlin zur "Ärzte Zeitung".

Allerdings: Patienten, die eine subkutane Immuntherapie mit Haselpollen-Extrakt erhalten, sollten vor der nächsten Injektion gefragt werden, ob sie schon starke Heuschnupfen-Symptome oder leichte asthmatische Symptome haben. Bergmann: "Wird über starken Juckreiz in Nase und Augen sowie Schniefnase und leichten Husten geklagt, sollte die Allergenextrakt-Dosis vorsichtshalber um ein Drittel reduziert werden." Die tägliche sublinguale Therapie könne unverändert fortgesetzt werden. Sie darf ja auch noch während der Pollensaison gestartet werden.

Ob es sich bei Schnupfen derzeit tatsächlich um eine Allergie oder aber um einen viralen Infekt handelt, lasse sich, so Bergmann, einfach und schnell mit einer einzigen Frage klären: "Haben Sie Juckreiz in Nase und Augen?" Sei die Antwort "Ja", handele es sich ziemlich sicher um Heuschnupfen. Denn Juckreiz gebe es meist nur bei Allergien.

Weitere Infos zum Thema Pollenflug: http://www.pollenstiftung.de/

Mehr zum Thema

Quartalswechsel

Der Juli bringt diese Neuerungen für Ärzte und Praxen

Hereditäres Angioödem

Wie HAE in den Griff zu kriegen ist

CME-Kurs

Impfungen: Impfprinzipien, STIKO-Empfehlungen, Impfreaktionen

Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Professor Helga Rübsamen-Schaeff, stellvertretende Vorsitzende des Sachverständigenausschuss zur Evaluation des Infektionsschutzgesetzes (IfSG), übergibt Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach den Evaluationsbericht des IfSG.

© Fabian Sommer/dpa

Update

Lockdown, Maskenpflicht, 2G/3G

Kommission zieht gemischte Bilanz der Anti-Corona-Maßnahmen

Quartalswechsel. Auch zum 1. Juli gilt es für Ärzte wieder, jede Menge Änderungen und Neuerungen zu beachten.

© PhotoSG / stock.adobe.com

Quartalswechsel

Der Juli bringt diese Neuerungen für Ärzte und Praxen

Passanten stehen vor einem Corona-Testcenter in Hamburg. Nicht nur mit den kostenlosen Bürgertests ist nun Schluss. Die KVen weigern sich, Bürgertestungen künftig abzurechnen.

© Marcus Brandt / dpa

Intransparentes Testgeschehen

KVen steigen bei Corona-Bürgertests aus