Riskantes Doppel: Knochen- und Gefäßkrankheiten

WIESBADEN (kat). Zwischen Osteoporose und Atherosklerose sowie erhöhtem Blutdruck, kardiovaskulären Risikofaktoren und der Aortenverkalkung gibt es einen direkten Zusammenhang. Auch geht der Knochenmasseverlust direkt mit einer Zunahme der kardiovaskulären Sterberate einher.

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Die Osteoporose ist eine internistische Erkrankung, so Professor Peter Nawroth aus Heidelberg beim Internisten-Kongreß.

So ist etwa in einer Studie mit älteren Frauen belegt worden: Osteoporose ist nach Adjustierung für Alter, Blutdruck, Zeit seit der Menopause und Hormonersatztherapie ein unabhängiger Risikoprädiktor für ein kardiovaskuläres Ereignis. In einer anderen Studie sei belegt worden, daß die Zahl der Frakturen sowie der Schweregrad der Osteoporose Prädiktoren für kardiovaskuläre Ereignisse sind.

Umgekehrt haben kardiovaskuläre Risiko-Prädiktoren wie Homocystein auch für die Osteoporose eine gewisse Vorhersagekraft, so Nawroth. Auch der Bluthochdruck sei mit einem erhöhtem Osteoporose-Risiko assoziiert, wie aus einer Studie mit 3676 im Mittel 73jährigen Frauen herausgekommen sei.

In der Studie ging der niedrigste systolische Blutdruck mit der geringsten Verringerung der Knochendichte am Schenkelhals innerhalb von drei Jahren einher. Basis dieser Assoziationen sind Gene wie RANKL, das in Endothelzellen die Mineralisation fördert, in Knochenzellen jedoch das Gegenteil.



Früh ergraut - Knochen schwach

Auch graue Haare könnten ein Risikomarker für eine Osteoporose sein, wie eine kleine Studie mit 36 Osteoporose-Patienten und 27 Kontrollen ergab. Danach hatten vorzeitig ergraute Personen bei Abwesenheit anderer Risikofaktoren im Vergleich zur Kontrollgruppe ein 4,4fach erhöhtes Risiko, eine Osteoporose zu entwickeln. Personen mit Osteopenie, die bereits mit 10 bis 20 Jahren ergrauen, hatten deutlich häufiger eine Familiengeschichte für Osteoporose als jene, die erst mit Anfang 30 ergrauten.

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