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Saugt eine Zecke Blut, vermehren sich die Viren

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FRANKFURT/MAIN (ug). Bald ist der Winter wirklich vorbei, und mit den Frühlingstemperaturen beginnt auch die Saison der Zecken, die ja bekanntlich verschiedene Erreger übertragen können, etwa das FSME-Virus.

Wie wichtig es ist, Zecken möglichst schnell vom Körper zu entfernen, bestätigt das Ergebnis einer noch nicht publizierten Studie aus Bayern (wir berichteten): In Zecken, die Blut gesaugt hatten, seien verglichen mit Zecken, die noch nicht gesaugt hatten, "wahnsinnig hohe Virusprävalenzen" gefunden worden, berichtete Professor Jochen Süss vom Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin-Marienfelde auf einem Reisemedizin-Symposium in Frankfurt am Main.

"Während der Blutmahlzeit muß es offensichtlich zu einer sehr, sehr intensiven Virusreplikation kommen", ist seine Erklärung. Das müsse jetzt geprüft werden. 1,2 Prozent von erwachsenen Zecken, die in der Natur gesammelt worden waren, waren FSME-Virus-positiv. Bei etwa 450 Zecken, die Patienten in Arztpraxen abgenommen worden waren und die Blut gesogen hatten, waren es dagegen 9,3 Prozent. Weit mehr Zecken als angenommen sind also Virusträger.

Süss’ Fazit: Zecken müssen raus, am besten noch bevor sie Blut saugen. Hat sich eine Zecke in der Haut verankert, beginnt sie erst nach Stunden, Blut zu saugen. Man hat also Zeit.

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