Direkt zum Inhaltsbereich

Schmerz nach Rückenläsion - Pregabalin wirkt

BRÜSSEL (grue). Pregabalin ist ein wirksames Medikament für Patienten mit zentralen neuropathischen Schmerzen. In einer kontrollierten Studie linderte der Wirkstoff bei mehr als 40 Prozent der Teilnehmer die Schmerzen erheblich.

Veröffentlicht:

Bei 42 Prozent der Patienten ließen die Schmerzen um mindestens 30 Prozent nach. Auf Placebo sprachen nur 16 Prozent der Patienten an. Um mindestens 50 Prozent verringerten sich die Schmerzen bei 22 Prozent mit Verum und mit Placebo bei sieben Prozent der 137 Studienteilnehmer. Die Dosierung variierte flexibel von 150 bis 600 mg täglich, wie Professor Thomas Tölle von der TU München berichtete. Das Medikament wirkte über die Studiendauer von 13 Wochen.

Es ist die bisher größte placebokontrollierte Untersuchung zur Medikation bei zentraler Neuropathie nach Rückenmarkverletzung. "Der Wirkstoff ist einfach in der Anwendung und gut verträglich", sagte Tölle auf einer Veranstaltung des Unternehmens Pfizer in Brüssel. Die Schmerzlinderung setze am ersten Tag ein und sei nach einer Woche signifikant. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen sind vorübergehende Benommenheit und Schläfrigkeit, die dosisabhängig auftreten. Therapiepausen sind möglich.

Pregabalin (Lyrica®) bindet an eine Untereinheit von spannungsabhängigen Kalziumkanälen im ZNS. Es wird außer bei peripheren und zentralen Neuropathien auch bei generalisierten Angststörungen und zur Kombitherapie bei Epilepsie angewandt.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Sehstörungen und Lebensqualität

Wenn Glaskörpertrübungen aufs Gemüt schlagen

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Tab. 1: Stufentherapieschema zur verlaufsmodifizierenden Therapie der generalisierten Myasthenia gravis

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Generalisierte Myasthenia gravis

Krankheitssymptome und Therapielast wirksam lindern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Dr_Microbe / stock.adobe.com

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Fünf Jahre orale Therapie mit Risdiplam

Breite Anwendbarkeit bei 5q-assoziierter SMA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Medizin aus dem Kochtopf

Wie Ernährung die altersbedingte Makuladegeneration beeinflusst

Gastbeitrag

Bedenken gegenüber Digitalen Gesundheitsanwendungen anscheinend berechtigt

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie kommuniziert man Zahlen und Risiken verständlich, Dr. Lühnen?

Lesetipps
Schatten eines übergewichtigen Menschen an einer Wand.

© Luluraschi / stock.adobe.com

Fettleibigkeit beginnt im Gehirn

Adipositas: Wechselspiel zwischen Genetik, Hirn und Mikrobiom

Fußballfans im Stadion jubeln.

© Jacob Lund / stock.adobe.com

Anpfiff fürs Herzrasen

Gefährlich emotional: Wenn Fußball aufs Herz geht