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Sildenafil entpuppt sich als neue Option bei pulmonaler Hypertonie

GIESSEN (ikr). Zur Behandlung von Patienten mit schwerer pulmonaler Hypertonie gibt es möglicherweise bald eine neue Option. In einer Studie mit Bergsteigern in extremer Höhe hat sich jetzt bestätigt, daß das Potenz-steigernde Mittel Sildenafil den Lungendruck senkt und zudem die Sauerstoffaufnahme verbessert.

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In der Studie hatten sich 14 Bergsteiger für die Besteigung des Mount Everest einem experimentellen Lungenhochdruck in der sauerstoffarmen Luft ausgesetzt. Wie die Arbeitsgruppe um den Internisten Dr. Hossein Ardeschir Ghofrani von der Universität Gießen berichtet, erhielten die Probanden entweder 50 mg Sildenafil oral oder Placebo (Ann of Int Med 141, 2004, 169).

Die Ergebnisse: Der Lungendruck wurde mit der Potenzpille Sildenafil (Viagra®) im Vergleich zu Placebo gesenkt. Dadurch wurde die körperliche Leistungsfähigeit der Probanden aus der Verumgruppe verbessert, wie Tests mit dem Fahrradergometer ergaben. Auch die Auswurfleistung des Herzens wurde verbessert. Der Blutdruck im Körperkreislauf wurde jedoch nicht beeinflußt.

Warum wirkt die Potenzpille so gut bei pulmonaler Hypertonie? In der Lunge befindet sich ebenso wie im Penis das Enzym Phosphodiesterase 5. Im Penis kann es eine Erektion abschwächen und in der Lunge zur Gefäßverengung beitragen. Wirksamkeit und Sicherheit des Phosphodiesterase-5-Hemmers Sildenafil werden vom Hersteller Pfizer derzeit in einer Studie mit dem Ziel der Zulassung des Arzneimittels für die neue Indikation geprüft.

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