Nach Ebola-Infektion

Spanische Krankenschwester gesteht Fehler ein

Sie hatte sich in Westafrika mit Ebola infiziert und mit einer Klage gegen die spanische Gesundheitsbehörde sogar den Minister zum Rücktritt gebracht: Jetzt hat die Krankenschwester Teresa Romero jedoch eigene Fehler im Umgang mit der Infektion eingestanden.

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MADRID. Als die spanische Krankenschwester Teresa Romero Mitte Oktober die Isolierstation verlassen konnte, wurde sie im ganzen Land wie eine Heldin gefeiert.

Nicht nur, weil sie das lebensgefährliche Ebola-Virus überwunden hatte, sondern auch, weil sie für viele ein Opfer inkompetenter Gesundheitspolitiker und von Sicherheitspannen war.

Bereits im Dezember musste deswegen sogar Madrids Gesundheitsminister Javier Rodríguez zurücktreten.

Er hatte damals der Ebola-Patientin Mitschuld an ihrer Infizierung gegeben und damit versucht, seine politische Verantwortung für eine Reihe von Fehlern im Seuchen-Sicherheitsprotokoll abzuwälzen.

Er warf Romero vor, nicht nur Fehler beim Anlegen des Schutzanzugs gemacht zu haben.

"Unverantwortliche Lüge"

Auch bezichtigte er sie der unverantwortlichen Lüge, bei den ersten Anzeichen von Fieber die Hausärzte nicht darüber informiert zu haben, dass sie als Krankenschwester zuvor einen mit Ebola infizierten Missionar betreut hatte.

Teresa Romero zeigte Rodríguez nach ihrer Genesung an und verklagte ihn und die Madrider Gesundheitsbehörde auf 150.000 Euro Schadensersatz.

Doch anscheinend lag Gesundheitsminister Rodríguez nicht ganz falsch mit seiner Anschuldigung.

Am Mittwoch musste Romero nach einer Klage ihrer Hausärztin öffentlich eingestehen, dass sie tatsächlich nicht vorschriftgemäß über ihren Kontakt mit dem Ebola-Patienten sowie über ihren Fieber-Maximalwert von 38,7 Grad informiert hatte, bei dem sofort das Ebola-Sicherheitsprotokoll eingesetzt hätte.

Teresa Romero war die erste Person, die sich außerhalb Afrikas mit dem tödlichen Ebola-Virus infiziert hatte, der in Westafrika bereits über 5000 Menschenleben gekostet hat. (mame)

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