Infektionen

Starker Anstieg von resistenten Keimen

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BERLIN (eis). In Deutschland gibt es immer mehr Antibiotika-resistente Erreger. Das hat jetzt eine Analyse von Daten aus Kliniken ergeben, berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin. So hat sich zum Beispiel der Anteil der bei invasiven Infektionen isolierten Pneumokokken mit Makrolid-Resistenzen von 7 Prozent 1999 auf 17 Prozent 2005 erhöht (Epid Bull 44, 2007, 405).

Im gleichen Zeitraum stieg der Anteil von Methicillin-resistenten Staph. aureus (MRSA) von 8 auf 21 Prozent. Diese Raten liegen im europäischen Mittelfeld: In Nordeuropa würden unter fünf Prozent MRSA isoliert, in Südeuropa und Großbritannien aber bis zu 50 Prozent.

Als bedenklich bewertet das RKI, dass sich resistente Keime in Deutschland auch außerhalb von Kliniken ausbreiten und dass einige Erreger gegen Reserve-Antibiotika unempfindlich werden. So hat sich der Anteil von Enterococcus faecium mit Vancomycin-Resistenz von unter 1 Prozent 1999 auf 10 Prozent im Jahr 2005 erhöht, so das RKI.

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