Strahlendosis bei Mammografie wird reduziert

STOCKHOLM (gvg). Mit Hilfe eines neuartigen Röntgendetektors kann die bei der Mammografie nötige Strahlendosis deutlich reduziert werden. Vor allem bei Screening-Mammografien könnte das die Akzeptanz erhöhen.

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"Bei der Strahlendosis für Screening-Mammografien gilt grundsätzlich: Je niedriger, desto besser", sagte Professor Edward Azavedo vom Stockholmer Universitätsklinikum Karolinska. Jedoch dürfe eine niedrige Strahlendosis nicht durch eine reduzierte Bildqualität erkauft werden.

Ein neues digitales Mammografie-System des schwedischen IT- und Medizintechnik-Unternehmens Sectra soll jetzt beides liefern, hohe Bildqualität bei niedriger Strahlendosis. Möglich macht es ein neuartiger Röntgendetektor, der jedes Photon, das bei der Mammografie die Brust der Frau durchdringt, einzeln aufzeichnet.

"Diese MicroDose-Technik reduziert die Strahlendosis bei gleicher Bildqualität im Vergleich zur konventionellen Mammografie auf ein Viertel und im Vergleich zu anderen digitalen Mammografie-Systemen auf etwa die Hälfte", betonte der Physiker Professor Mats Danielsson auf einer Veranstaltung des Unternehmens in Stockholm.

Das L30 genannte digitale Mammografie-Gerät mit der MicroDose-Technik soll jetzt auch in Deutschland vermarktet werden.

Auch die Europäische Union interessiert sich für das neue wenig belastende Mammografie-Verfahren des schwedischen Unternehmens. In einem HighReX genannten Forschungsprojekt werden weitere Anwendungen der MicroDose-Technik innerhalb des 6. Forschungsrahmenprogramms untersucht.

Interessant ist vor allem die dreidimensionale Mammografie ("Tomosynthese"). Sie könnte die Entdeckung von Mammakarzinomen weiter verbessern, sofern es gelingt, die dreidimensionalen Bilder mit angemessen niedriger Strahlenbelastung zu erzeugen.

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