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Kopf-Hals-Tumor

Vorteil für Nivolumab

Patienten mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren haben bei einer Therapie mit Nivolumab unter anderem weniger Symptome.

Von Silke Wedekind Veröffentlicht:

KOPENHAGEN. Patienten mit rezidivierenden oder metastasierenden platinresistenten Plattenepithelkarzinomen im Kopf-Hals-Bereich (SCCHN) haben eine Lebenserwartung von weniger als sechs Monaten.

"Die Lebensqualität der Betroffenen während dieser Zeit zu erhalten, in der sie oft stark an den Symptomen ihrer Erkrankung sowie den Therapiefolgen leiden, ist ein zentrales Behandlungsziel", erläuterte Professor Kevin Harrington, London, Großbritannien.

Die Phase-III-Studie CheckMate 141 hatte ergeben, dass eine Therapie mit dem PD-1("programmed cell death protein 1")-Inhibitor Nivolumab das mediane Gesamtüberleben von Patienten mit fortgeschrittenem SCCHN im Vergleich zu einer Standard-Chemotherapie nach Wahl des behandelnden Arztes bei besserer Verträglichkeit signifikant verlängert (7,5 vs. 5,1 Monate; Hazard Ratio [HR] 0,70).

Beim ESMO-Kongress 2016 in Kopenhagen wurden nun die Ergebnisse der Patient-Reported-Outcomes (PRO) dieser Studie vorgestellt PRO sind Bewertungen, die den Behandlungsnutzen aus der Patientenperspektive zeigen und diesen nicht über Surrogatmarker, sondern direkt messen.

Drei Lebensqualitätsfragebögen

Die patientenberichteten Zielgrößen wurden mithilfe von drei Lebensqualitätsfragebögen zu Studienbeginn, in Woche 9 und dann im Abstand von sechs Wochen während der Behandlung erfasst. Analysiert werden konnten die Daten von 129 Patienten, die die Fragebögen zu Studienbeginn und im Verlauf der Nachbeobachtung ausgefüllt hatten.

"Während bei Patienten des Nivolumab-Arms sowohl die Symptomlast als auch die Funktionalität nach 9 und 15 Wochen stabil geblieben waren oder sich sogar verbessert hatte, erfuhren Patienten des Standard-Chemotherapie-Arms eine Verschlechterung in allen Domänen der untersuchten Lebensqualitäts-Scores", sagte Harrington.

Im Hinblick auf die Symptomlast waren es unter anderem Schmerzen und sensorische Probleme, die abgefragt wurden, hinsichtlich der Funktionalität die Domänen körperliche Funktion, Rollenfunktion sowie soziale Funktion.

"Damit ist Nivolumab der erste Checkpointinhibitor, für den bei Patienten mit fortgeschrittenem SCCHN ein signifikanter Überlebensvorteil bei besserer Verträglichkeit und besserem Erhalt der Lebensqualität im Vergleich zur Standardtherapie nachgewiesen werden konnte", schloss Harrington.

Patient-Reported-Outcome

Patienten unter Nivolumab berichteten von einer Besserung oder Stabilisierung unter anderem von:

körperlicher Funktion

sozialer Funktion

Schmerz

sensorischen Problemen

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