Impfen

Wenig Fehltage bei geimpften Angestellten

MINNEAPOLIS (eis). Die aktuelle Grippewelle ist eine gute Gelegenheit, die Weichen für Impfprogramme im nächsten Herbst zu stellen. Arbeitgeber sollten besonders ältere Mitarbeiter schützen lassen. Das reduziert die Raten von Atemwegsinfekten und damit von Fehltagen, hat jetzt eine US-Studie ergeben.

Veröffentlicht:
Wenig Fehltage bei geimpften Angestellten

© Foto: dpa

An der Studie nahmen 497 Angestellte der Universität von Minnesota im Alter von 50 bis 64 Jahren teil (Clin Inf Dis 48, 2009 292). 404 von ihnen (81 Prozent) hatten sich gegen Grippe impfen lassen, die anderen waren ungeimpft. Bei den Probanden wurden in der Grippesaison von Januar bis März 2007 alle Influenza-ähnlichen Erkrankungen (ILI) und die Dauer sowie die damit verbundenen Fehltage an der Arbeit registriert.

Deutlich weniger Infekte nach Impfung.

Ergebnis: 85 Probanden (17 Prozent) hatten in dieser Zeit eine ILI, von den Geimpften waren es 15 Prozent und bei den Ungeimpften 25 Prozent. Im Mittel waren die Probanden etwa 8 Tage krank, fehlten 1,5 Tage an der Arbeit und arbeiteten mehr als 4 Tage, obwohl sie noch Symptome hatten. Knapp jeder zweite Krankheitstag (49 Prozent) während der Grippesaison war durch eine ILI bedingt.

Für die Geimpften ergaben sich deutliche Vorteile: So wurden im Durchschnitt pro geimpftem Probanden in der Grippesaison nur 1,3 ILI-Krankheitstage verbucht, im Vergleich zu 3,3 ILI-Krankheitstagen bei Ungeimpften. Geimpfte hatten dadurch weniger Fehltage am Arbeitsplatz. So fehlte im Mittel jeder Geimpfte 0,23 Tage wegen ILI an der Arbeit bei den Ungeimpften waren es mit 0,57 Tagen mehr als doppelt so viele. Geimpfte hatten zudem 45 Prozent weniger ILI und mussten über 60 Prozent weniger Tage wegen ILI das Bett hüten.

Die Studiendaten sind vor allem für Arbeitgeber von großer Bedeutung. So wird durch die Impfung die Gesundheit und Produktivität der Angestellten geschützt, betonen die Studienautoren.

Mehr zum Thema

Kommentar zur Corona-Impfpflicht

Die Debatte ist der Anreiz, nicht die Pflicht

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Dr. Claudia Vollbracht

© [M] Privat; Christoph Burgstedt / Getty Images / iStock

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Appell zur adjuvanten Vitamin-C-Therapie bei Krebs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Der Bundestag diskutiert darüber, ob eine Corona-Impfpflicht eingeführt werden soll. Die Öffentlichkeit spürt sehr wohl, dass die Politik im Nebel stochert.

© Jens Krick / picture alliance / Flashpic

Kommentar zur Corona-Impfpflicht

Die Debatte ist der Anreiz, nicht die Pflicht

Tendenz weiter nach oben: Mit bis zu 400.000 Infektionen durch Omikron pro Tag rechnen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und RKI-Präsident Lothar Wieler (l.).

© Wolfgang Kumm / dpa

Neue Testverordnung

PCR-Tests: Details zur Priorisierung kommen nächste Woche

Blick in den Wartebereich einer Notfallambulanz: Künftig sollen Patienten bereits vorab via Ersteinschätzung in den richtigen Versorgungsbereich vermittelt werden.

© Bernd Settnik / ZB / picture alliance

Neuer Reformvorschlag

Digitaler Tresen soll Notfallreform retten