Spitzensport als Diabetiker

Zverev macht Diabetes-Erkrankung öffentlich und gründet Stiftung

Alexander Zverev, einer der besten Tennisspieler der Welt, hat Typ-1-Diabetes. Nun gründet er eine Stiftung „Aufschlag gegen Diabetes“. Sie soll junge Diabetiker unterstützen.

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Alexander Zverev bei seinem vorerst letzten Tennisspiel während der French Open, wo er sich verletzt hat: Während seiner Zeit im Wiederaufbautraining hat Zverev jetzt seine Diabetes-Erkrankung öffentlich gemacht.

Alexander Zverev bei seinem vorerst letzten Tennisspiel während der French Open, wo er sich verletzt hat: Während seiner Zeit im Wiederaufbautraining hat Zverev jetzt seine Diabetes-Erkrankung öffentlich gemacht.

© Sébastien Muylaert / MAXPPP / dpa / picture alliance

Berlin. Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat seine langjährige Diabetes-Erkrankung öffentlich gemacht. Im Alter von bereits vier Jahren wurde bei dem gebürtigen Hamburger die Diagnose Diabetes Typ 1 festgestellt.

„Als kleiner Junge habe ich mir darüber keine großen Gedanken gemacht, später mehr und mehr. Ich will zeigen, dass man es mit dieser Krankheit ganz weit schaffen kann“, teilte Zverev am Samstag mit und gab gleichzeitig die Gründung seiner Stiftung „Alexander Zverev Foundation – Aufschlag gegen Diabetes“ bekannt.

„Jetzt, viele Jahre später und auch mit den Erfolgen im Rücken, fühle ich mich wohl dabei und sicher genug, um mit dieser Initiative an die Öffentlichkeit zu gehen“, sagte der gebürtige Hamburger weiter. Er wolle ein Vorbild sein für bereits erkrankte Menschen, aber auch eine Stütze für die Kinder, „die mit einem aktiven Leben und der richtigen Vorbeugung noch vermeiden können, Diabetes zu bekommen“.

Trotz chronischer Erkrankung Turniere rund um den Globus

Neben der Bereitstellung von Insulin und weiteren lebensnotwendigen Medikamenten finanziert seine Stiftung Projekte für betroffene Kinder und Jugendliche. „Ich bin in der privilegierten Situation, ein Leben zu führen, das ich immer führen wollte. Ich wollte immer Tennis spielen, auf Turniere rund um den Globus reisen und zu den besten Tennisspielern der Welt gehören. Dass mir das gelungen ist, habe ich vor allem meinen Eltern und meinem Bruder zu verdanken, die mich auf meinem Weg dorthin immer bedingungslos unterstützt haben und das noch heute tun“, sagte der 25-Jährige, der derzeit nach seiner schweren Bänderverletzung in der Reha an seinem Comeback arbeitet.

Ihm sei bewusst, dass nicht alle Kinder solches Glück haben und „daher ist es mir ein großes Anliegen, etwas zurückzugeben und anderen Betroffenen auf ihrem Weg zu helfen“. (dpa)

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