Für die große Kohortenstudie hat Dr. Tobias Kurth von der Harvard-Universität in Boston im US-Staat Massachusetts bei fast 40 000 Frauen über zehn Jahre Daten erhoben (Arch Intern Med 166, 2006, 1403).

Daraus wurde für den Lebensstil ein Score errechnet. Fünf für die Gesundheit relevante Faktoren wurden dabei berücksichtigt: Rauchen, Alkoholkonsum, körperliche Aktivität, Körper-Massen-Index (BMI) und die Qualität der Ernährung. Für jeden dieser Parameter wurden null bis vier Punkte vergeben. Bei optimalem Gesundheitsverhalten waren im Score also 20 Punkte zu erreichen.

Mit 17 bis 20 Punkten die höchste Kategorie des gesunden Lebensstils erreichten fünf Prozent der Frauen, fast ebenso viele lagen mit null bis vier Punkten am unteren Ende. In der niedrigsten Kategorie kamen 26 Schlaganfälle bei 1615 Frauen vor, in der höchsten Kategorie waren es neun bei 1756 Frauen, also nicht einmal ein Drittel.

Aber: In der Praxis klappt Schlaganfall-Prävention durch gesunden Lebensstil selten optimal. Was sonst zum Schlaganfall wichtig ist, steht heute in der "Sommer-Akademie": Gute und schnelle Akuttherapie natürlich und optimale Sekundärprophylaxe schon nach transitorisch ischämischer Attacke.

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