Pakistan

Zwei Tote bei Anschlag auf Impfzentrum

Bei der weltweiten Eradikation von Kinderlähmung hat es wieder einen schweren Rückschlag gegeben.

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ISLAMABAD. Bei einem Bombenanschlag auf ein Gesundheitszentrum für Impfungen gegen Kinderlähmung sind in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar zwei Menschen getötet worden. Zudem gebe es mehr als ein Dutzend Verletzte, teilte die Polizei am Montag mit. Unter den Toten sei auch ein Polizist.

Der Anschlag wurde in einem Vorort der Provinzhauptstadt verübt, als Mitarbeiter des Gesundheitszentrums eine Impfkampagne gegen Polio vorbereiteten. In der Vergangenheit gab es immer wieder tödliche Angriffe auf Impfhelfer.

Islamisten wie die Taliban kämpfen gegen die Impfkampagnen. Sie warnen, die USA wollten die Region mit Agenten ausspähen, die sich als humanitäre Helfer tarnen. In der Bevölkerung geht zudem das Gerücht um, Impfung schwächten die Zeugungskraft.

Die Polio-Kampagne wird von den Vereinten Nationen unterstützt. Pakistan ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) neben Afghanistan und Nigeria eines der drei Länder der Welt, in denen Kinderlähmung noch endemisch ist. (dpa)

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