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Zwei moderne Blutdrucksenker schlagen Betablocker plus Thiazid

LONDON (ob). Die Leiter der ASCOT-Studie haben jetzt den vorzeitigen Stopp dieser Mega-Studie bekanntgegeben. Der Grund: Ein Therapieregime aus zwei modernen Blutdrucksenkern hat sich in der Prävention kardiovaskulärer Ereignisse einer Kombination von zwei älteren Antihypertensiva als deutlich überlegen erwiesen.

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In die ASCOT-Studie sind in England, Irland und den skandinavischen Ländern insgesamt 19 342 Hypertoniker mit mindesten drei weiteren kardiovaskulären Risikofaktoren aufgenommen worden.

Geklärt werden sollte, ob eine antihypertensive Therapie mit dem Kalziumantagonisten Amlodipin (zum Teil in Kombination mit dem ACE-Hemmer Perindopril) Koronarereignissen wirksamer vorbeugt als eine konventionelle blutdrucksenkende Therapie. Basis-Antihypertensivum in der konventionell behandelten Gruppe war der Betablocker Atenolol (zum Teil in Kombination mit dem Thiaziddiuretikum Bendroflumethiazid). Primärer Endpunkt der Studie war die Gesamtrate nicht-tödlicher Myokardinfarkte und tödlicher Koronarereignisse.

In einer Presseerklärung des Imperial College in London informierten die beiden Studienleiter Professor Björn Dahlöf und Professor Peter Sever die Öffentlichkeit am Mittwoch über das früher als geplante Ende der 1997 gestarteten Studie.

Mit detaillierten Ergebnissen zur Inzidenz klinischer Ereignisse konnten sie noch nicht dienen. So viel aber wurde schon verraten: Bei der klinischen Effizienz beider Therapieregime hätten sich "wichtige signifikante Unterschiede" zugunsten der beiden neueren Blutdrucksenker ergeben.

Der placebokontrollierte Lipidsenker-Arm der Studie (ASCOT-LLA), an dem 10 303 der über 19 000 Teilnehmer beteiligt waren, war bereits im Oktober 2002 aufgrund eines signifikanten klinischen Nutzens der Lipidsenkung mit Atorvastatin (10 mg/Tag) ebenfalls vorzeitig gestoppt worden.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Brisantes Ergebnis bei Bluthochdruck

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