Großbritannien

Zwölf Menschen an Streptokokken A gestorben

Zwölf Menschen sind im Großraum Essex in Großbritannien an einer invasiven Infektion mit Streptokokken der Gruppe A (iGAS) gestorben.

Veröffentlicht:

ESSEX. Zwölf Menschen sind im Großraum Essex in Großbritannien an einer invasiven Infektion mit Streptokokken der Gruppe A (iGAS) gestorben. 20 weitere Personen seien infiziert, berichtet der britische „Guardian“.

Bei den Personen handelt es sich demnach größtenteils um ältere Pflege-Patienten, die in Heimen oder Zuhause leben und wegen Wunden behandelt worden waren.

Der Ausbruch habe in Braintree in der Region Essex begonnen und sich seitdem auf die Gebiete Chelmsford und Maldon ausgebreitet. Maßnahmen, mit denen eine weitere Ausbreitung der Infektionen verhindert werden soll, seien bereits ergriffen worden.

„Die Wahrscheinlichkeit, sich mit iGAS zu infizieren, ist für gesunde Personen relativ gering, zudem gibt es effektive Antibiotika“, wird Rachel Hearn von der Gesundheitsbehörde NHS beim Guardian zitiert.

Gelangt das Bakterium allerdings in die Blutbahn, kann es eine Sepsis, einen toxischen Schock oder eine nekrotisierende Fasziitis auslösen und schlussendlich zum Tod führen. Häufig verläuft die Infektion bei Gesunden symptomlos, sie können den Erreger aber durch Tröpfcheninfektion übertragen.

Die medizinisch bedeutendste Art der Streptokokken der Gruppe A ist S. pyogenes, berichtet das RKI. Der Erreger könne lokale eitrige Infektionen des Rachens oder der Haut, generalisierte beziehungsweise toxinvermittelte Erkrankungen sowie immunologisch bedingte Folgekrankheiten auslösen. (bae)

Mehr zum Thema

Weltgesundheitsversammlung beginnt

Jahresversammlung der WHO startet ohne Pandemieabkommen

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Alexander Baasner und Dr. Stefan Spieren (v.l.) haben die Idee der Digitalen Hausärztlichen Versorgungsassistenten (DIHVA) entwickelt.

© Digitales Facharzt- & Gesundheitszentrum

Neues Berufsbild

Bürger als Assistenten: Hausarzt entwickelt Idee der DIHVA

Das Team um Dr. Nicolas R. Barthélemy geht davon aus, dass mit dem Bluttest über die LC-MS-Methode in einem größeren Maßstab mehr Menschen auf eine Alzheimer-Pathologie untersucht werden können, als dies mit Lumbalpunktion und Liquortests bisher möglich ist. Damit ließe sich wesentlich einfacher ermitteln, ob jemand für die neuen Alzheimertherapeutika infrage komme.

© angellodeco / stock.adobe.com

Nachweis von pTau-217

Alzheimer-Diagnostik: Neuer Bluttest offenbar so gut wie Liquortests