Frauen, die regelmäßig an einem Mammografie-Screening teilnehmen, haben bei Entdeckung eines Karzinoms deutlich häufiger günstigere Prognosen. Das ist die Aussage einer Evaluation des deutschen Mammografie-Screening-Programms.
Ärzte müssen psychische Beschwerden vor einer Krankschreibung prüfen: Ein Landesarbeitsgericht entschied, dass eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sonst ihren Beweiswert verlieren kann.
Die Meningokokken ACWY-Impfung können Praxen in vielen KVen nur gegen Kostenerstattung anbieten. Wo es Vergütungsvereinbarungen gibt, variieren diese zwischen 9 und 12 Euro. Der aktuelle Stand in der Übersicht.
Seit September ist der Alzheimer-Antikörper Lecanemab in Deutschland erhältlich. Die Anwendung ist anspruchsvoll, der Zusatznutzen (noch) nicht belegt. Ab April kann die Therapie regulär auf Kasse erbracht werden.
One Size fits all: Die Indikationsimpfung gegen Pneumokokken-Infektionen wird einfacher. Und entsprechend auch demnächst in der Schutzimpfungs-Richtlinie abgebildet.
Die Grippewelle hält an, hat aber ihren Höhepunkt überschritten. Wie steht es um die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen in Deutschland sonst?
Das Orphan Drug Avacopan hat die Jahresumsatzgrenze von 30 Millionen Euro überschritten und musste deshalb in die volle Nutzenbewertung. Mit deren Ausgang kann der Hersteller nicht zufrieden sein.
Keinen belegten Zusatznutzen sieht der G‑BA derzeit für Resmetirom. Das letzte Wort ist damit für den Wirkstoff zur Behandlung von Erwachsenen mit MASH aber noch nicht gesprochen, der Beschluss ist bis Oktober 2029 befristet.
Ärzte bestimmen die Therapie und wählen Arzneien nach bestem Wissen und Leitlinien aus? Da kennen Sie aber ihre Patienten schlecht! Die wissen genau, was sie brauchen. Ein Klassiker dabei: die Anti-Haltung – also das Verlangen nach Antibiotika.
Nach dem vorzeitigen Aus der bundesweit einzigen SPD-BSW-Koalition bereitet die neue Regierung in Potsdam ihren Start vor: SPD und CDU stellten ihren Koalitionsvertrag vor, in dem Gesundheit einen wichtigen Schwerpunkt bildet.
Das Bundesministerium für Nuklearsicherheit weist auf Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchungen für Frauen ab 45 Jahren hin. Damit die GKV die Untersuchung übernimmt, fehlt aber noch ein GBA-Beschluss.
Im vergangenen Jahr waren mehr als eine halbe Millionen Frauen von der Diagnose Endometriose betroffen. Das sind beinahe doppelt so viele wie noch 2005. Die Patientinnen werden immer jünger.
Herzinfarkte und ähnliche Erkrankungen sind für Frauen gefährlicher als für Männer. Zum Weltfrauentag veröffentlicht das Statistische Bundesamt Zahlen zu gesundheitsbezogenen Geschlechterunterschieden.
Bei neuen Arzneimitteln im hausärztlichen Bereich passiere „extrem viel“, sagt vfa-Präsident Han Steutel. Er spricht über „Durchbrüche“ bei Typ-1-Diabetes und MASH und erklärt, warum ein schneller Zugang zu neuen Therapien in Deutschland nicht mehr so selbstverständlich ist.
Rotes Fleisch, Rauchen, hoher Blutzucker: Einige Faktoren spielen laut einer groß angelegten Studie eine zentrale Rolle bei Brustkrebs. Durch Vermeidung dieser Faktoren im Alltag ließe sich auch das Krebsrisiko senken.
Mehrere Innovationen erhielten kürzlich Zulassungsempfehlungen für die EU. Darunter auch die erste orale Option gegen Akromegalie, das erste Medikament zur Behandlung des seltenen WHIM-Syndroms, sowie der laut Hersteller weltweit erste Kombi-Impfstoff gegen Influenza und COVID-19.
Aus welchen Gründen entscheiden sich Personen für eine Impfung, und was hält sie davon ab? Das wurde in einer Befragung des Robert Koch-Instituts untersucht, aus der nun erste Ergebnisse veröffentlicht wurden.
Glukokortikoide sind aus der Behandlung bei rheumatischen Erkrankungen derzeit noch nicht wegzudenken. Doch die Bedeutung alternativer Wirkstoffe nimmt zu.
Soll man aus Angst vor Rückenschmerzen darauf verzichten, den Enkel auf den Arm zu nehmen? Eine US-Studie hat untersucht, ob Aktivitäten wie Heben, Bücken oder Hinhocken zu langfristigen Funktionseinbußen führen.
Mit der Zulassung des Wirkstoffs Lecanemab gegen Morbus Alzheimer wurden in der Öffentlichkeit große Hoffnungen geweckt. Bei einer Tagung der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft wurde über das Therapieprinzip diskutiert.
Patientinnen und Patienten mit hämatologischen Neoplasien haben ein deutlich erhöhtes Risiko für infektiöse Komplikationen – viele davon vermeidbar. Welche Impfungen wichtig sind und was bezüglich Impfstoffen zu beachten ist, erläutern zwei Onkologen.
Dass die Ernährung die Entstehung und den Verlauf von Tumorerkrankungen beeinflussen kann, ist bekannt. Doch wie sieht es mit Nahrungsergänzungsmitteln aus?
In welchen Landstrichen Deutschlands gibt es vergleichsweise viele Krebsneuerkrankungen – und wo besonders wenige? Wir blicken anhand aktueller RKI-Daten auf die regionale Krebsinzidenz sowohl bei Männern als auch bei Frauen.
Menschen mit hochgradiger asymptomatischer Karotisstenose profitieren möglicherweise trotz intensiver medikamentöser Behandlung von einer Stentimplantation. In der randomisierten Studie CREST-2 wurde auch der Nutzen einer Endarteriektomie untersucht.
Viele Leitlinien empfehlen Menschen mit Arthrose körperliches Training, vor allem wenn das Knie betroffen ist. Eine neue Übersichtsarbeit wirft Zweifel auf, ob das wirklich so viel nützt, insbesondere im Vergleich zu anderen Therapien.
Wer bei der Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion (HFrEF) die Niere schützen will, stößt mit traditionellen Therapien rasch an Grenzen. SGLT2-Hemmer sind ein Paradigmenwechsel, aber auch der ARNI kann helfen. Ein weiterer Wirkstoff könnte die Spielregeln ändern.
Tendinopathien und Sehnenrupturen an der Schulter sind so häufig, dass sich bei Kernspin-Untersuchungen weniger die Frage stellt, ob Veränderungen da sind, sondern ob eine MRT nötig ist. Übertherapien könnten vermieden werden.
Die S3-Leitlinie Colitis ulcerosa wurde umfassend überarbeitet. Im Gespräch mit der Ärzte Zeitung fasst Leitlinien-Koordinator Torsten Kucharzik die wichtigsten Änderungen zusammen. Unter anderem neu dabei: Ein Kapitel zu Kindern und Jugendlichen.
Was passiert, wenn man bei Männern unabhängig vom Alter auf ein PSA-Screening verzichtet? In den USA hat man das getan – offenbar mit ungünstigen Ergebnissen bei Patienten unter 75 Jahren.
Wichtiger Risikofaktor oder reine Angstmache? Vertreter aus Kardiologie und Allgemeinmedizin sind sich uneins, ob Lipoprotein(a)-Werte routinemäßig erhoben werden sollen. Eine Gegenüberstellung.
Dass eine einjährige Behandlung mit Abatacept bei Risikopersonen die Manifestation einer Rheumatoiden Arthritis hinauszögern kann, war bekannt. Nun ist klar: Dieser Effekt kann über mehrere Jahre fortbestehen.
Mit einem an individuellen Ausgangswerten orientierten Kraft-, Beweglichkeits- und Ausdauertraining erzielten Personen mit axialer Spondyloarthritis über nur acht Wochen deutliche Verbesserungen. Das Autorenteam erklärt, was die positiven Effekte ausgemacht hat.
Bei Menschen mit psychischen Erkrankungen wird ein Diabetes schlechter überwacht. Offenbar erhalten die Betroffenen auch seltener dieselben Therapien. Welche Faktoren liegen diesem Versorgungsmangel zugrunde?
Als „gefährliches Duo“ bezeichnen zwei Ärzte aus Südkorea die gleichzeitige Anwendung von nicht-steroidalen Antirheumatika und Metformin. Sie schildern den Fall einer älteren Patientin, die mit einer lebensbedrohlichen Laktatazidose in der Notaufnahme vorgestellt wurde.
Zunehmend wird klar, wie eng Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern zusammenhängen. Gelingt die Rhythmuskontrolle im Vorhof, dann profitiert auch die Herzkammer. Zu lange warten mit der Ablation ist kontraproduktiv.
Gastroösophagealer Reflux ist womöglich auch mit einem erhöhten Risiko für Kehlkopftumoren assoziiert. Dafür sprechen zumindest Teilergebnisse einer aktuellen Metaanalyse. Im Detail ist der Zusammenhang indes weniger klar.
An die Ersttherapie von Patienten mit venöser Thromboembolie sollte sich in der Regel eine antikoagulative Erhaltungstherapie anschließen. Wie sich deren Dauer im Nutzen-Risiko-Verhältnis niederschlägt, haben sich US-Forscher angesehen.
Die Frequenz macht‘s: Verwenden Diabetiker an mindestens drei von vier Tagen ein System zum kontinuierlichen Glukosemonitoring, profitieren sie besonders stark und nachhaltig von sinkenden HbA1c-Werten. Bei geringerer Nutzung nehmen die Werte dagegen nach sechs Monaten wieder zu.
In einer Studie sind die Wirkungen von Cladribin und S1P-Modulatoren bei therapienaiven Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose verglichen worden – mit gemischtem Ergebnis.