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Früherkennung

Jahresbericht bestätigt: Größte Vorteile für Mammografie-Screening bei regelmäßiger Teilnahme

Frauen, die regelmäßig an einem Mammografie-Screening teilnehmen, haben bei Entdeckung eines Karzinoms deutlich häufiger günstigere Prognosen. Das ist die Aussage einer Evaluation des deutschen Mammografie-Screening-Programms.

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Eine Ärztin blickt auf einen Bildschirm während im Hintergrund eine Frau auf Brustkrebs gescreent wird.

Mammae in Ordnung? 2023 erhielten 5,9 Millionen Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren eine Einladung zur Teilnahme am Mammografie-Screening-Programm.

© Gorodenkoff / stock.adobe.com

Berlin. Bei Frauen, die sich alle zwei Jahre einer Mammografie unterziehen, ist die Rate kleiner und prognostisch günstiger Karzinome besonders hoch. Das sind die Ergebnisse des Jahresberichts für das deutsche Mammografie-Screening-Programm für das Jahr 2023 der Kooperationsgemeinschaft Mammografie. Dies ist die gemeinsame Trägerschaft vom Spitzenverband Bund der Krankenkassen (G-KV) und von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

2023 erhielten 5,9 Millionen Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren eine Einladung zur Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) folgten dieser Einladung. 84 Prozent der Teilnehmenden hatten bereits in den Vorjahren ihren Anspruch auf Brustkrebsfrüherkennung im Mammografie-Screening-Programm wahrgenommen. Bei durchschnittlich vier Prozent aller untersuchten Frauen wurde eine Auffälligkeit festgestellt, die zur Wiedereinladung für Abklärungsuntersuchungen führte.

Von den invasiven, also die Gewebegrenzen bereits durchbrechenden, Karzinomen waren 80 Prozent kleiner oder maximal 20 Millimeter groß und 82 Prozent hatten die Lymphknoten noch nicht befallen.

86 Prozent der Teilnehmerinnen von Folgeeinladungen nahmen im regulären Untersuchungsintervall von 22 bis 30 Monaten teil. Bei irregulären Folgeuntersuchungen nach einem Intervall von mehr als 30 Monaten sank die Rate der prognostisch günstigen Karzinome von 80,4 Prozent auf 74,6 Prozent ab.

Die Kooperationsgemeinschaft Mammografie merkt an, dass sich rund 25 Prozent der Brustkrebstodesfälle durch das Mammografie-Screening-Programm vermeiden ließen. Dies gehe aus dem Ergebnisbericht zur Evaluation der Brustkrebsmortalität des Bundesamtes für Strahlenschutz und der Universität Münster hervor.

Frauen ab 45 ebenfalls bald berechtigt?

Rund 14,5 Millionen Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren haben Anspruch auf die kostenlose Früherkennungsuntersuchung. Mit der Zweiten Verordnung zur Änderung der Brustkrebs-Früherkennungs-Verordnung am 5. März 2026 wurde die rechtliche Voraussetzung für eine Mammographie auch für Frauen zwischen 45 und 49 Jahren geschaffen. Eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung ist allerdings bis zum entsprechenden Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) noch nicht möglich.

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Sollten Frauen der Altersgruppe 45 bis 49 Jahren dann einen Anspruch auf eine Untersuchung im Mammografie-Screening-Programm haben, werden rund 1,2 Millionen Frauen pro Jahr zusätzlich anspruchsberechtigt sein. (eb)

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