Mitten im Transplantationsskandal wirft eine neue Studie ein Schlaglicht auf die Auswahlkriterien von Spenderorganen. Denn zuviele Organe werden offenbar abgewiesen - obwohl sie noch gute Dienste leisten könnten.
Demonstrierte Einigkeit: Beim Organspende-Gipfel haben Ärzte, Kliniken, Kassen und Gesundheitsminister Bahr Vorschläge für eine Reform der Organvergaben vorgelegt. Vielen Politikern reicht das bei weitem nicht aus.
Gipfeltreffen in Berlin: Ärzte, Kassen und der Gesundheitsminister wollen Konsequenzen aus dem Transplantationsskandal ziehen - und planen verstärkte Kontrollen. Eine neue Superbehörde wird es nicht geben - dafür wird die DSO wohl an die Leine gelegt.
Kommentar zu den Auswahlkriterien von Spenderorganen
In einer langjährigen Studie wurde bei Patienten mit systemischer Sklerose die autologe Stammzelltransplantation mit einem Zytostatikum verglichen. Mit der Transplantation überlebten mehr Menschen.
Wenig Spenderorgane, dafür eine Menge Transplantationszentren: Ist diese Diskrepanz ein Einfallstor für Manipulationen? Jetzt fordert zumindest Deutschlands größte Krankenkasse, die Zahl der Zentren zu reduzieren.