Eine Schönheitsoperation ist medizinisch nicht nötig. Wer deswegen krank wird, hat nach Auffassung des Koblenzer Arbeitsgerichts seine Arbeitsunfähigkeit „schuldhaft selbst herbeigeführt“.
Rausgeschmissenes Geld oder sinnvoller Anreiz zur vertragsärztlichen Ressourcenallokation? Die TSVG-Zuschläge stehen auf der Kippe – das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung munitioniert ihre Fürsprecher.
Ein Krankenpfleger vergewaltigte und filmte Koma-Patienten. Die Videos schickte er anschließend einer Bekannten. Jetzt muss er für zwölf Jahre ins Gefängnis.
Über gefälschte E-Mail-Adressen haben sich Unbekannte Zugang zu den Patientendaten einer Arztpraxis in Rheinland-Pfalz verschafft. Inzwischen hat die Praxis reagiert. Was die KV ihren Mitgliedern empfiehlt.
In fünf von sechs AMNOG-Bewertungsverfahren hat der Gemeinsame Bundesausschuss entweder einen geringen oder einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen festgestellt. Betroffen sind u.a. Arzneien gegen Polyneuropathie und Orphan Drugs.
Das Ultraschall-Screening auf Bauchaortenaneurysma oder die Hepatitis-Untersuchung sind Beispiele für EBM-Positionen, die nur einmal im Patientenleben ansatzfähig sind. Ob das schon geschehen ist, können Leistungserbringer bislang nicht immer zweifelsfrei nachvollziehen.
Eine Allgemeinmedizinerin aus Schleswig-Holstein hatte wiederholt Abrechnungsgrundsätze nicht eingehalten. Die KV entzog ihr die Zulassung - zu Recht, wie das Sozialgericht nun entschied.
Seit Jahren ringt der Gesetzgeber über den richtigen Weg, um mehr Organspenden zu generieren. Jetzt nehmen Befürworter und Gegner im Parlament einen neuen Anlauf und legen konkurrierende Anträge vor.
Spektakuläre Verfehlungen hat die Bundesdatenschutzbeauftragte aus der Gesundheitswirtschaft aktuell nicht zu berichten. Hier gilt es vielmehr, dicke Bretter in Sachen ePA-Zuschnitt zu bohren.
Bei psychotherapeutischen Leistungen, die genehmigungspflichtig sind, ist es nicht möglich, dass Vertreter einspringen. Das hat das Hessische Landessozialgericht entschieden.
Ein Allgemeinarzt muss 15.000 Regress zahlen, weil er parenterale Ernährung in Neunkammerbeuteln verordnete. Das war unwirtschaftlich, urteilte das Gericht – und verwies auf eine Alternative.
Der Bundesgerichtshof befasst sich am Donnerstag mit der Frage, ob eine blinde Patientin von einer Rehaklinik aufgrund ihrer Behinderung abgelehnt wurde. Verbände hoffen auf ein Urteil mit Signalwirkung.
Dissens muss man aushalten, Streit führen können. Fairness und Kompromissfähigkeit zählen zur Professionalität im Beruf – auch bei konträren Interessenlagen unter Praxis-Partnern. Ein Rechtsanwalt berichtet.
Zweckgemeinschaften wie BAG, Praxisgemeinschaften oder MVZ müssen nicht auf unverbrüchlicher Freundschaft gründen. Um so mehr zählen Konfliktfähigkeit und ein guter Gesellschaftsvertrag. Rechtsanwalt Luis Fernando Ureta weiß, wie sich verhindern lässt, dass Streit eskaliert.