Überlasteter Rettungsdienst

Berliner Polizeigewerkschaft: Änderung des Rettungsdienstgesetzes unumgänglich

Seit Jahren leidet der Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr unter Überlastung wegen Personalmangels und überflüssiger Notrufe. Viele Berliner rufen lieber die 112 statt sich selbst auf den Weg zum Arzt zu machen.

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Berlin. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht in der anstehenden Änderung des Rettungsdienstgesetzes in der Hauptstadt einen notwendigen Schritt zur Normalisierung der angespannten Lage im Rettungswesen. „Wir weisen seit Jahren auf die eklatanten Probleme hin“, sagte Oliver Mertens, Landesvorstandsmitglied der Berliner GdP, am Sonntag in einer Mitteilung.

In den letzten zwei, drei Jahren habe sich die Situation noch einmal extrem verschärft, sodass inzwischen täglich der Ausnahmezustand im Rettungsdienst ausgerufen werden müsse. Wer etwas dagegen tun wolle, komme an einer Änderung des Rettungsdienstgesetzes nicht vorbei.

Seit Jahren leidet der Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr unter ständiger Überlastung wegen Personalmangels und überflüssige Notrufe. Nun will Innensenatorin Iris Spranger (SPD) gegensteuern. Sie kündigte am Donnerstag ein Maßnahmenpaket mit zahlreichen Vorschlägen an, um die Situation kurz- bis mittelfristig zu verbessern. An diesem Montag will sich das Abgeordnetenhaus im Innenausschuss mit der problematischen Situation befassen.

Viele Menschen mit alltäglichen Verletzungen oder Krankheiten wählen die Notrufnummer 112, anstatt zum Arzt zu gehen. So landen Bagatellfälle bei der Feuerwehr. Dazu kommt an den Wochenenden das Partyleben mit Betrunkenen und Verletzten. (dpa)

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